Da ich es mir leider nicht leisten kann, ewig in einem Hotelzimmer zu wohnen, ist es nun an der Zeit, mir eine Bleibe zu suchen. Früh am Morgen – so gegen 10 Uhr – mache ich mich also auf den Weg zum Stadtamt, einmal Umgefallen bin ich auch schon da. Als ich das Sekretariat des Herrn Bürgermeisters betrete, werde ich von zwei sehr netten Damen begrüßt, die ihren Ärger über die ständig klingelnden Telefone gekonnt überspielen.

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„Ich würde gerne wissen, wie ich am schnellsten zu einer Wohnung komme“, sage ich voller Erwartung und werde sogleich einen Stock tiefer in die Bürgerservicestelle verwiesen. Dort läuft mir dann (rein zufällig) der Herr Bürgermeister über den weg. „Franz Stefan Karlinger“, sagt er und reicht mir die Hand. „Der neue Ennser“, sage ich und werde freundlicherweise direkt zur zuständigen Mitarbeiterin begleitet.

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Dort Platz genommen wird mir erklärt, dass ich meine e-card und die letzten drei Lohnzettel vorlegen müsse, um in die Kartei aufgenommen zu werden. Das war’s auch schon. Sollten die Wohnbaugesellschaften WSG, LAWOG, OÖWB oder EBS mit freien Wohnungen an die Stadtgemeinde herantreten, werde ich darüber informiert und kann mir in weiterer Folge die zu vermietenden Wohnung ansehen. Jeden 1. Donnerstag im Monat findet dann von 16 bis 18 Uhr ein Wohnungssprechtag statt, bei dem je nach Dringlichkeit ein Mieter ausgewählt wird. Nun heißt es also erstmal abwarten. Die herzliche Art, mit der ich bisher behandelt wurde bekräftigt meine Entscheidung, mich hier niederzulassen. Enns scheint mir ein sehr freundliches Pflaster zu sein.