Was war das für ein Wochenende, aber  alles der Reihe nach. Zuerst darf ich stolz und erhobenen Hauptes verkünden:  Ich habe einen Job, und was für einen, als wäre er auf mich zugeschnitten. Am Montag geht’s schon los und um ehrlich zu sein, kann ich es gar nicht erwarten. Ich bin gespannt. Und weil ja Kleider Leute machen, war es an der Zeit, mich bürotauglich einzukleiden. Also machte ich mich auf den Weg in die Linzerstraße und stattete den Schmid’s einen Besuch ab. „Schmid Mode“ – ein geschulter Blick des Chefs persönlich reichte völlig aus, um – meinem Typ entsprechend – passendes Material aus den Regalen zu holen. Ich war fasziniert und räumte den halben Laden leer – jetzt fühle mich, wie neu geboren.

Woche 4 Schmid

Am Samstag erhielt ich dann eine kostenlose Bluesberatung  von Frau Dr. Manuela. Die hat’s drauf, sag ich euch, so drauf wie keine. Mit Texten, wie Rasierklingen so scharf, brachte sie ihr Publikum in Wallung, zum Staunen und zum Lachen. Ganz zu Schweigen von der Perfektion, mit der die Band ihre Instrumente beherrschte – ich war schwer beeindruckt und fühlte mich danach etwas leichter. Die Beratung schien angeschlagen zu haben.

Woche 4 Blues

Dann, nur einen Tag später, verwandelte sich der Ennser Hauptplatz plötzlich  in den Wilden Westen. Da wurde geschunkelt und getanzt, getrunken und gespeist. Menschen mit großen Hüten und Sporen an ihren Stiefeln begrüßte mich mit den Worten:  „Howdy Partner“, obwohl ich weder „Howdy“, noch „Partner“ heiße. Plötzlich schnappte eine äußerst entzückende junge Dame meine Hand und schleuderte mich quer über die Tanzfläche, als gäb’s kein Morgen. Als ich dann, wie ein Kreisel, die Tanzfläche verließ, setzten wir uns zu Tisch und unterhielten uns noch lange. Bestimmt werden wir uns wiedersehen. Ich freue mich.

Woche 4 Country