Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: September 2016

Der neue Ennser lebt jetzt gesund

Der neue Ennser hat Muskel­kater. Noch immer stecken ihm die harten Ballwechsel mit Helga in den Beinen. Und da er sich nun dazu entschlos­sen hat, seinen Körper auf Vordermann zu bringen – um nicht noch einmal so unterzu­gehen – darf auch die richtige Ernährung nicht vernachläs­sigt werden, weshalb er mit seiner Herzallerliebsten den Gesundheits- und Umwelttag in der Stadthalle besuchte. Die neue Ennserin, die schon des Öfteren versuchte, den neuen Ennser zu einer etwas gesünderen Lebensweise zu bewegen, freut sich über des­sen Sinnenwandel: „Der ist nicht mehr wiederzuerkennen. Plötzlich liest er Lebensmittel­tabellen auf den Verpackungs­rückseiten, trinkt Wasser statt Saft und selbst Fleisch muss neuerdings nicht mehr jeden Tag auf den Teller. Die letzten Tage hab ich ihn kaum noch zu Gesicht bekommen, weil er sich ständig im Hof laden in der Linzerstraße und in Lu­cias Naturladen herumtreibt.

Hofladen Enns

Hofladen Enns

Lucia's Naturladen

Lucia’s Naturladen

 

Ich hoffe mal, der übertreibt‘s nicht.“ Zwischenzeitlich hat er sich auch im Fitnessstudio angemeldet und siehe da, er war sogar schon dort: „Es ist ja sehr erschreckend, wenn man in seine Sportklamotten schlüpft, sich aufwärmt und dann voller Tatendrang zu den Gewichten schreitet, um dann entsetzt festzustellen, dass selbst die Dame neben mir mehr Kilos stemmt als ich. Aber ich nehme die Herausfor­derung an. Und unter uns – die gute Frau sah aus wie ein Klon von Arnold Schwarzenegger – darum verabschiedete ich mich nach einer Stunde intensiven Trainings heiter, mit den Wor­ten: I‘ll be back.“

Top Gym

Top Gym

 

Woche 9 – Schülerlotsen, Nachmittagsbetreuung und ein harter Ballwechsel

Der kleine Ennser ist von seinem neuen Lebensabschnitt begeistert. Ja, er geht sehr gerne zur Schule, zumindest für den Moment. Auch den Schulweg hat er sich schon ganz genau eingeprägt und mit Hilfe der fleißigen Schülerlotsen ist auch das Überqueren der Straßen kein Problem. Dass man aufpassen muss, dort wo viele Autos unterwegs sind, hat ihm die Mama aber schon mehrmals erklärt.

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Nach dem Unterricht geht es für den kleinen Ennser weiter in die Nachmittagsbetreuung, weil die Mama nachmittags arbeiten muss. Auch das macht dem kleinen Ennser nichts aus. Immerhin kann man da im Schulgarten herumtoben, dass es nur so kracht. Übertreiben sollte man es allerdings nicht. Erst vor kurzem hat er so wild geschaukelt, dass er in hohem Bogen durch den Schulgarten flog. Den Betreuerinnen blieb kurzzeitig fast das Herz stehen, als ihnen der kleine Ennser noch lustig zuwinkte, bevor er in einem Blätterhaufen landete.

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Und auch der neue Ennser findet sich immer besser zurecht. Weil er einen Ausgleich zum sitzenden Arbeitsalltag sucht, klappert er seit einigen Tagen die Ennser Sportvereine ab, um das Richtige für sich zu finden: Gestern war ich am Tennisplatz – ETV Enns 1874 heißt der, glaub ich. Eine sehr junggebliebene Dame mit etwas kürzeren Haaren, die mir gleich bekannt vorgekommen ist, hat mir alles erklärt und sofort angeboten, ein paar Bälle mit mir zu wechseln. Nachdem sie mich quer über den Platz gejagt hat – schon der Blick lässt erahnen, wie sehr ich demoralisiert wurde – dauerte es eine Weile, bis ich wieder zu mir gefunden habe, Spaß gemacht hat es aber auf jeden Fall. Mal schauen, was Enns an sportlichen Aktivitäten noch alles zu bieten hat.

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Der kleine Ennser und die Schule

Für den kleinen Ennser beginnt der Ernst des Lebens. Nachdem er die letzten Jahre quietschvergnügt in einem Ennser Kindergarten viele Freundschaften geknüpft und jede Menge Spaß hatte, stand am Montag der erste Schultag vor der Tür. Ein bisschen nervös, aber ansonsten cool wie Mama, schleppte er die Schultüte gleich in die Schule mit und teilte den Inhalt mit seinen neuen Schulfreunden. Auch seiner Klassenlehrerin legte er sogleich ein Stückchen Schokolade auf den Tisch – da hat er sich wohl schon so einiges vom neuen Ennser abgeschaut, der ganz genau weiß, wie er bei den Damen der Schöpfung punkten kann.

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Einige Tage zuvor ging er mit Mama shoppen, um seinen coolen Charakter mit einem noch cooleren Outfit zu untermalen. Bei „Kindermoden Haas“ wurde er schließlich fündig. Wie ein kleiner Wirbelwind huschte er durchs Geschäft und zeigte seiner Mama ganz genau, wonach sie Ausschau halten sollte. Am Ende erstrahlte der kleine Ennser in nagelneuen Klamotten und einer extratrendigen Baseball-Mütze.

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Und so erzählt der kleine Ennser seine Erfahrungen: Der erste Schultag war voll schön, weil er schon nach einer Stunde wieder vorbei war. Meine Lehrerein ist supernett. Der neue Ennser hat gesagt, dass er bei der Lehrerin auch gern im Klassenzimmer sitzen würde, wieso weiß ich nicht. Die Mama hat ihn dann ganz böse angeschaut. Manchmal verstehe ich die Erwachsenen nicht. Auf jeden Fall hab ich schon viele Freunde gefunden. In der Klasse sitze ich neben Patrick, den kenn ich noch vom Kindergarten. Zweimal hat die Frau Lehrerin schon gesagt, dass wir nicht so viel schwätzen sollen. Dabei weiß ich gar nicht, was das heißt…schwätzen.

Woche 7 – Ausgedient, ein neuer Wagen muss her

Jetzt sind doch tatsächlich meine schlimmsten Befürchtungen eingetreten. Mein Wagen, der mir jahrelang treue Dienste erwies, landet auf dem Autofriedhof, weil die vielen Reparaturen, die er mittlerweile benötigt, womöglich nicht überlebt. Grundsätzlich sehe ich ein Auto  als ein Mittel zum Zweck. Wenn ich aber schon ein neues Leben in einer neuen Stadt beginne, dann kann auch ein neues Gefährt nicht schaden. Und so machte ich mich vergangene Woche auf den Weg und klapperte einige Ennser Autohäuser ab. Und davon gibt es einige. Zuerst nahm ich den Parkplatz des Autohauses Öllinger unter die Lupe.

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Sehr beeindruckend, was Autos heutzutage so hermachen. Unschlüssig, wie ich bin, fotografierte ich das eine oder andere Exemplar und machte mich danach auf den Weg zum Autohaus Schinagl. Auch hier stachen mir sofort einige Karossen ins Auge. Schon jetzt kann ich sagen, dass die Entscheidung keine leichte werden wird.

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Zu guter Letzt machte ich noch beim Autohaus Huber halt und sah mich dort ein bisschen um. Spätestens da hatte ich absolut keinen Plan mehr, wonach ich überhaupt Ausschau halten sollte. Aber wie auch immer. Ich werde einige Nächte darüber schlafen und mich später entscheiden

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Vergangenes Wochenende hab ich mit der alteingesessenen Ennserin wieder mal auf den Putz gehauen. Beim LOST-Fest im Schlosskeller schüttelten mich die Electro-Beats dermaßen durch, dass ich teilweise heute noch tanzend durch die Straßen hüpfe. Gelohnt hat es sicher aber allemal.

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