Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: Oktober 2016

Der kleine Ennser geht nicht mehr, er rollt jetzt

Diese Woche ging der neue Ennser mit dem kleinen Ennser einkaufen – und da durfte er sich etwas ganz Besonderes aussuchen. Orange Corner hieß das Ziel, das sich beim Eintreten, in den Augen des kleinen Ennsers, abrupt in ein Paradies verwandelte, sofern man seinem Gesichtsausdruck trauen konnte. Wie ein Wirbelwind fegte er zwischen den Regalen hindurch und kam aus dem Staunen gar nicht heraus. Klamotten, Capys, Schuhe, aber das Wichtigste – jede Menge Skateboards – ließen den Kleinen strahlen. Dank der erstklassigen Beratung durch Paul Gerhofer, der genau weiß, was seine Kunden wollen, nur wenn er sie ansieht, dauerte es nicht lange, bis er ein Modell gefunden hatte, das besonders cool aussah und dementsprechend gut zu ihm passte.

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Paul Gerhofer und seine Bretter

Und wenn sich der kleine Ennser erst einmal was in den Kopf gesetzt hat, ist er schwer davon abzubringen. Die entsprechende Sicherheitsausrüstung durfte da natürlich nicht fehlen – am Ende sah der Knabe aus wie ein kleiner Transformer mit all den Protektoren am Körper. Einen Tag später – am Samstag, um genau zu sein – war der kleine Ennser der erste, der frühmorgens durch die Wohnung huschte, um den neuen Ennser zum Aufstehen zu bewegen. Schließlich hatte er ihm versprochen, am Vormittag  zum Skater-Park zu fahren, damit die Mama mal ausschlafen kann. „Am Vormittag hab ich gesagt“, raunzte der Ennser, als er bemerkte, dass es draußen noch stockdunkel war. Dem kleinen Ennser schien das aber ziemlich egal zu sein. Als sich der neue Ennser dann einige Minuten später aus dem Bett quälte, saß der Kleine schon in voller Montur am Frühstückstisch und strahlte übers ganze Gesicht. Nach der morgendlichen Stärkung war es dann so weit – der kleine Ennser machte den Skater-Park unsicher. Noch etwas wackelig am Brett, nahm ihn der neue Ennser an der Hand, allerdings nicht für sehr lange. Schnell hatte der Kleine den Dreh raus uns rollte an den Hindernissen vorbei. Nach zwei Stunden klemmte er das Board unter den Arm und sagte: „Weißt du,  ich bin jetzt ein echter Skater.“

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Der kleine Ennser erklärt den Skater-Park zu seinem zweiten Zuhause

Geburtstag: Der neue Ennser beweist Einsatzwille

Des neuen Ennsers Ennserin hatte Geburtstag. Und dafür legte sich der neue Ennser ganz besonders ins Zeug. So beschloss er also, einen Abend zuvor, den Tag von Anfang bis zum Ende durchzuplanen. Viel Zeit blieb da wahrlich nicht, doch hatte er schon lange davor seine Ideen im Kopf gesammelt und aufeinandergestapelt, sodass er nur noch zugreifen und die Idee in die Tat umsetzen musste. Zuerst presste er frühmorgens den süßen Saft aus reifen Orangen, schnitt rote Äpfel, schälte Mandarinen und Bananen, befreite Erdnüsse aus ihren weichen Schalen, verteilte das Obst liebevoll auf einem Teller, ließ die Erdnüsse darüber rieseln und benetzte das Kunstwerk schlussendlich mit süßem Honig. Dazu gab‘s heißen Kaffee und alternativ, Toastbrot, Ei und Käse. Später am Tag raste er – die Ennserin musste zwischenzeitlich Arbeiten – zum Juwelier Steininger in der Linzerstraße und ließ sich vom Chef persönlich beraten. Insgeheim wusste er, wonach er suchte, die Meinung des Fachmanns war ihm dennoch wichtig. Der neue Ennser entschied sich für Ohrringe aus Weißgold und ließ sich das Geschenk sogleich verpacken.

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Dann wählte er die Nummer von „enns fireworks“, um für das große Finale einzukaufen. Inhaber Tobias Karlinger beriet in über die Gefahren und präsentierte ihm eine Reihe spektakulärer Leuchtraketen. Im Anschluss verbarrikadierte er sich in der Küche, kochte Kürbiscremesuppe und Kartoffelgratin – weil er weiß, dass die Ennserin das mag – und rundete das Menü mit Creme Brulee ab. Nachdem er seinen Schatz schließlich mit einer Nackenmassage empfing, ihr das Festmenü servierte und im Anschluss ein heißes Bad einließ, standen die beiden am Balkon, als ihr der neue Ennser das Geschenk präsentierte. Und genau als die Ennserin den Deckel der kleinen Schatulle aufspringen ließ, aktivierte der neue Ennser den Fernzünder mit einer App auf seinem Handy, schnappte sich eine Gitarre und sang „Only You“, während der Nachthimmel in bunten Farben schimmerte.

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Ein ereignisreiches Wochenende

Vergangenes Wochenende gab es für den neuen Ennser eini­ges zu sehen. Die alteingeses­sene Ennserin überraschte ihn mit zwei Konzertkarten für das Hans Söllner-Konzert in der Ennser Stadthalle. Der neue Ennser wusste anfangs nicht recht, auf was er sich da ein­gelassen hatte, am Ende war er aber hellauf begeistert. Im Schottenrock betrat der Söllner die Bühne und verkündete in gewohnt lustiger Manier seine Sichtweise über die Missstände der Welt. Dabei forderte er das Publikum immer wieder auf, ein Jahr lang auf den Verzehr von Hühnern zu verzichten, weil man einfach irgendwo anfangen müsse, die Welt zu einem besse­ren Ort zu machen. Zwischen­durch gab er seine Lieder zum Besten. Der neue Ennser kam aus dem Lachen nicht heraus und kaufte sich im Anschluss gleich eine CD, die seither im Auto auf und ab läuft.

Hans Söllner

Hans Söllner

Tags darauf schlenderten die beiden durch Enns und vernah­men plötzlich, während sie die warmen Sonnenstrahlen ge­nossen, lautes Geschrei aus der Sporthalle. Neugierig wie die Familie Ennser ist, riskierte sie einen Blick. Und siehe da, in der Halle war die Hölle los. Da­men-Volleyball vom Feinsten wurde den Zuschauern gebo­ten, die jeden Punkt der Ennser Mannschaft mit lautem Beifall begleiteten. Wie die beiden bald erfuhren, führt der Ennser Vol­leyballverein „supervolley OÖ“ seit heuer wieder eine Damen­mannschaft, die in der Landes­liga auf Punktejagd geht. Die beiden waren vom Einsatz der Mädels begeistert, die sogleich zwei Siege einfahren konn­ten.

Das Ennser Damen-Volleyballteam

Das Ennser Damen-Volleyballteam

 

Von der Hochzeitsmesse zum neuen Staubsauger

Nachdem der Sonntag nicht gerade sonniges Wetter be­reit hielt, entschloss sich die Kleinfamilie Ennser bei der Hochzeitsmesse in der Stadt­halle vorbeizuschauen. Schon beim Betreten des herzlich de­korierten Saales wurde der alt­eingesessenen Ennserin ganz warm ums Herz. Mit verliebten Augen sah sie ihren Schatz an, während sie an den Hochzeits­kleidern vorbeiflanierten, der kleine Ennser versteckte sich zwischenzeitlich unter den lan­gen Schleiern.

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Dieser Anblick ließ das Herz der alteingesessenen Ennserin höher schlagen.

Es kostete dem neuen Ennser einiges an Mühe, nach ge­schlagenen zwei Stunden das Weite zu suchen – die Kleider, die Blumen, die Dekoration, dies alles machte ihn etwas nervös, weshalb er der altein­gesessenen Ennserin schließ­lich den langersehnten neuen Staubsauger als Wiedergutma­chung kaufte. Und wir spre­chen hier nicht von irgendei­nem Staubsauger: ein Dyson DC 62 aus dem Hause Elekt­ro Leitner am Ennser Haupt­platz. Der neue Ennser zeigte sich von der Beratung und der Kompetenz aller Mitarbeiter begeistert.

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Elektro Leitner beriet den neuen Ennser fachkundig.

Und auch die Ennserin war den Tränen nahe, als das neue Modell mit einer roten Schleife versehen in der Küche stand. „Das ist viel schöner als ein Heiratsantrag“, rief sie und fiel dem neuen Ennser um den Hals, der sich ebenfalls freute, noch mal die Kurve gekratzt zu haben. Nach der anfängli­chen Euphorie war es der Enn­serin plötzlich etwas zu leise in der Wohnung, bis sie mit Ent­setzen feststellte, dass die bei­den den kleinen Ennser unter einem der Schleier vergessen hatten.

Dem kleinen Ennser gefällt es unter dem Schleier recht gut.

Dem kleinen Ennser gefällt es unter dem Schleier recht gut.

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