Des neuen Ennsers Ennserin hatte Geburtstag. Und dafür legte sich der neue Ennser ganz besonders ins Zeug. So beschloss er also, einen Abend zuvor, den Tag von Anfang bis zum Ende durchzuplanen. Viel Zeit blieb da wahrlich nicht, doch hatte er schon lange davor seine Ideen im Kopf gesammelt und aufeinandergestapelt, sodass er nur noch zugreifen und die Idee in die Tat umsetzen musste. Zuerst presste er frühmorgens den süßen Saft aus reifen Orangen, schnitt rote Äpfel, schälte Mandarinen und Bananen, befreite Erdnüsse aus ihren weichen Schalen, verteilte das Obst liebevoll auf einem Teller, ließ die Erdnüsse darüber rieseln und benetzte das Kunstwerk schlussendlich mit süßem Honig. Dazu gab‘s heißen Kaffee und alternativ, Toastbrot, Ei und Käse. Später am Tag raste er – die Ennserin musste zwischenzeitlich Arbeiten – zum Juwelier Steininger in der Linzerstraße und ließ sich vom Chef persönlich beraten. Insgeheim wusste er, wonach er suchte, die Meinung des Fachmanns war ihm dennoch wichtig. Der neue Ennser entschied sich für Ohrringe aus Weißgold und ließ sich das Geschenk sogleich verpacken.

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Dann wählte er die Nummer von „enns fireworks“, um für das große Finale einzukaufen. Inhaber Tobias Karlinger beriet in über die Gefahren und präsentierte ihm eine Reihe spektakulärer Leuchtraketen. Im Anschluss verbarrikadierte er sich in der Küche, kochte Kürbiscremesuppe und Kartoffelgratin – weil er weiß, dass die Ennserin das mag – und rundete das Menü mit Creme Brulee ab. Nachdem er seinen Schatz schließlich mit einer Nackenmassage empfing, ihr das Festmenü servierte und im Anschluss ein heißes Bad einließ, standen die beiden am Balkon, als ihr der neue Ennser das Geschenk präsentierte. Und genau als die Ennserin den Deckel der kleinen Schatulle aufspringen ließ, aktivierte der neue Ennser den Fernzünder mit einer App auf seinem Handy, schnappte sich eine Gitarre und sang „Only You“, während der Nachthimmel in bunten Farben schimmerte.

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