Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: November 2016

Der neue Ennser hat jetzt voll den Durchblick

Der neue Ennser ist wieder ge­sund. Allerdings dürfte sich der Männerschnupfen auf seine Sehkraft ausgewirkt haben. Seit Tagen klagte er über brennen­de Augen, da er den Spielstand bei Fußballspielen am obe­ren Bildrand nicht mehr lesen konnte. Die Ennserin wusste insgeheim, dass er schon zuvor Schwierigkeiten hatte, Ver­kehrsschilder und dergleichen zu entziffern. „Aber bestimmt, war es der Schnupfen“, beton­te sie besorgt, „der schlägt sich schon Mal auf die Augen nie­der“. Als sie der kleine Ennser fragend ansah, schüttelte sie nur wortlos den Kopf und lä­chelte ihm zu.

Am nächsten Tag marschierte der neue Ennser zum Optiker am Hauptplatz. „Herr Eich­holzer“, sagte er „ich erblinde langsam.“ Der Optikermeister musste schmunzeln und bat den neuen Ennser, Platz zu nehmen. „Lassen sie mich mal sehen, wie schlimm es tatsäch­lich ist“, sagte er und führte einige Tests durch. „Das wars für‘s Erste. Ich muss Ihnen lei­der sagen, dass Sie kurzsichtig sind, Sie benötigen eine Bril­le.“ Der neue Ennser verdreh­te die Augen. Ernst Eichholzer präsentierte dem neuen Ennser eine Reihe an modischen Bril­len.

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Dank des geschulten Auges war schnell ein Modell gefun­den, gegen das sich selbst der neue Ennser nicht mehr wehren konnte. Wieder zuhause ange­kommen, erblickte ihn seine Ennserin und fiel ihm augen­blicklich um den Hals. „Toll siehst du aus“, sagte sie, „rich­tig intelligent auf einmal.“

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Der neue Ennser ist schwer krank

Schon als frühmorgens des Enn­sers Wecker ihn beinahe an die Decke fahren ließ, wusste er, dass es nicht gut um ihn steht. Die Ennserin stellte sogleich die Diagnose: Männerschnup­fen, „damit ist nicht zu spaßen“, sagte sie hochbesorgt und berei­tete die wichtigsten Schritte vor. Kaum imstande, aus dem Bett zu steigen, schaffte es der neue Ennser mit letzter Kraft ins Auto seiner Ennserin und ließ sich au­genblicklich zu seinem Hausarzt Dr. Hubert Leutgöb fahren. Dort angekommen war er allerdings einer von vielen Patienten. „Ich hab doch Männerschnupfen“, stöhnte er immer wieder und hatte sichtlich Mühe, sich auf den Beinen zu halten. Dann endlich kam er an die Reihe. Der Dok­tor begutachtete Rachen, Nase, Ohren sowie die Geräuschku­lisse seiner Lungen. „Es besteht kein Zweifel“, sagte er schließ­lich, „Männerschnupfen!“ Ruhe geben, Medizin einnehmen, viel Flüssigkeit trinken, lauteten die Anweisungen des Arztes.

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Der neue Ennser war erstmal froh, nicht in den OP zu müssen. Dann kutschierte ihn die Ennserin in die Severin-Apotheke in der Wie­nerstraße. Dort freute er sich über das freundliche Personal, nahm die Medizin entgegen und mach­te sich auf den Weg nachhause, wo er augenblicklich in einen stundenlangen Tiefschlaf fiel.

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Die Ennser konsumierten Wein und Volleyball

Am Nationalfeiertag beschlossen der Neue Ennser und seine Lady, zur Feier des Tages mit einem Gläschen Wein auf ihre Liebe an­zustoßen. So packten sie sich or­dentlich ein und spazierten über den Hauptplatz zu Harry‘s Frei­tags, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Mit Entset­zen mussten sie feststellen, dass Harry seine Ausschank an die­sem Tag verlegt hatte. Und zwar in die Sporthalle, wo das Ennser Volleyballteam, supervolley OÖ, das Oberösterreich-Derby gegen Ried bestritt. Kurzerhand und spontan wie die beiden sind, be­schlossen sie, auf einen Sprung dort vorbeizuschauen. Beim Be­treten der Halle waren sie von der Stimmung und den schnellen Ballwechseln begeistert. Jeder Punkt wurde von den Fans, die die Tribüne beinahe zum Bers­ten brachten, mit lautem Beifall begleitet, während andere an den Stehtischen standen und sich an­geregt unterhielten.

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Im Foyer angekommen, erblick­ten sie sogleich Harry, der mit seinen Weinspezialitäten zusätz­lich für gute Stimmung sorgte. Darüberhinaus wurden beim Buffet warme Speisen, Finger­food, Kuchen, Kaffee und vie­les mehr angeboten. Die beiden Ennser fühlten sich auf Anhieb wohl und fieberten in weiterer Folge mit den Fans mit, die ihr Team schlussendlich mit 3:0 siegen sahen. Im Anschluss ge­sellten sich die Spieler zu den Zuschauern, beantworteten Fra­gen und erklärten jenen, die mit Volleyball noch nicht so vertraut waren, die Regeln. Auch der neue Ennser horchte aufmerk­sam zu. „Volleyball ist Schach mit 100 km/h“, erklärte super­volley-Boss Walter Pellinger und spielte damit auf diese taktisch hochanspruchsvolle Sportart an. Noch lange blieben die beiden im Foyer der Sporthalle sitzen und genossen die nette Atmosphä­re.

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