Schon als frühmorgens des Enn­sers Wecker ihn beinahe an die Decke fahren ließ, wusste er, dass es nicht gut um ihn steht. Die Ennserin stellte sogleich die Diagnose: Männerschnup­fen, „damit ist nicht zu spaßen“, sagte sie hochbesorgt und berei­tete die wichtigsten Schritte vor. Kaum imstande, aus dem Bett zu steigen, schaffte es der neue Ennser mit letzter Kraft ins Auto seiner Ennserin und ließ sich au­genblicklich zu seinem Hausarzt Dr. Hubert Leutgöb fahren. Dort angekommen war er allerdings einer von vielen Patienten. „Ich hab doch Männerschnupfen“, stöhnte er immer wieder und hatte sichtlich Mühe, sich auf den Beinen zu halten. Dann endlich kam er an die Reihe. Der Dok­tor begutachtete Rachen, Nase, Ohren sowie die Geräuschku­lisse seiner Lungen. „Es besteht kein Zweifel“, sagte er schließ­lich, „Männerschnupfen!“ Ruhe geben, Medizin einnehmen, viel Flüssigkeit trinken, lauteten die Anweisungen des Arztes.

leutgoeb

Der neue Ennser war erstmal froh, nicht in den OP zu müssen. Dann kutschierte ihn die Ennserin in die Severin-Apotheke in der Wie­nerstraße. Dort freute er sich über das freundliche Personal, nahm die Medizin entgegen und mach­te sich auf den Weg nachhause, wo er augenblicklich in einen stundenlangen Tiefschlaf fiel.

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