Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: Dezember 2016

Der neue Ennser blickt auf ein spannendes Jahr zurück

Der neue Ennser zieht ein Jahresresümee und befindet die Entscheidung, seinen Lebens­mittelpunkt nach Enns verlagert zu haben, als überaus zufrieden­stellend.

Im Sommer dieses Jahres, hat es ihn, den neuen Ennser, von Wien nach Enns verschlagen, weil er des Lebens in einer Großstadt, mit all ihren Vor- und Nachteilen, über­drüssig wurde. Viele Eindrücke und Erfahrungen später kann er heute sagen, nie das Gefühl gehabt zu haben, fremd oder unwillkom­men zu sein, ganz im Gegenteil. Vom ersten Augenblick an, hat es ihm dieses Städtchen, das übri­gens das älteste in ganz Österreich ist, angetan. Nie hätte er sich träu­men lassen, Stadt- und Landleben auf diese Art und Weise verbinden zu können, denn genau das war es, das er hoffte zu finden, als er der Großstadt den Rücken kehrte.

Seither ist viel geschehen und auch eine Partnerin hat er mittlerweile gefunden. Und so freut sich der neue Ennser, das Jahr mit seinen Liebsten am Ennser Hauptplatz ausklingen zu lassen, mit den vie­len wunderbaren Menschen hier auf ein hoffentlich friedliches, glückbringendes und erfolgrei­ches Jahr 2017 anzustoßen und gleichzeitig das alte Jahr gebüh­rend ausklingen zu lassen. Gleich­zeitig blickt er erwartungsvoll in die Zukunft – auf seine eigene, auf die der Stadt und der Welt im Allgemeinen – und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es auch allen anderen Menschen auf dieser Welt, so gut geht, wie den Bewoh­nern von Enns. Denn eines weiß er genau: Verbesserungsmöglich­keiten wird es immer und überall geben, in Enns sowie in jeder an­deren Stadt auch. In den Genuss einer Lebensqualität, wie sie Enns seit vielen Jahren gewährleistet, kommt hingegen bei weitem nicht jeder.

In diesem Sinne wünscht der neue Ennser allen Ennsern, Lesern und Freunden alles erdenklich Gute für das kommende Jahr.

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Für den guten Zweck zu tief in‘s Glas geschaut

Der neue Ennser trinkt selten Alkohol, wenn der Erlös aber einem guten Zweck zugute kommt, schaut auch er schon mal ein bisschen zu tief ins Glas. Der kleine Ennser findet‘s lustig.

Und wieder wanderte die Familie Ennser am Wochenende in die Innenstadt, weil sich im Moment aber auch einiges tut am Ennser Hauptplatz. Direkt vor der Trafik Rogl stellten Vizebürgermeisterin Daphne Brenner, Harry Freitag alias Harald Gruber und Franz Pointner eine Charity-Punschveranstaltung für den Ennser Volleyballverein „supervolley OÖ“ auf die Beine. In einem intensiven Gespräch mit Harry erfuhr der neue Ennser so einiges über die zahlreichen Hürden (die man kurz mit „Geldnot“ zusammenfassen könnte), mit denen vor allem Randsportarten zu kämpfen haben, weshalb sich Harry schon des Öfteren in den Dienst des Vereins gestellt hatte. Und darauf kann man schon mal anprosten. Der neue Ennser vernahm schon bald ein leichtes Schwindelgefühl, ließ sich aber nichts anmerken.

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Nachdem er sich drei Punsch hintereinander in die Figur gestellt hatte – man will ja schließlich auch helfen – ging‘s weiter zur nächsten Charity-Aktion. Am Eislaufplatz schenkten sich zeitgleich vier Spieler der Linzer Black Wings ordentlich ein, einer von ihnen segelte, laut kleinem Ennser, in hohem Bogen über die Bande, blieb gottseidank aber unverletzt. Der kleine Ennser klatschte Beifall und hüpfte vor lauter Aufregung im Kreis. Ausgehend vom Lions Club Enns-St. Valentin wurde im Anschluss einer der Schläger von den Spielern signiert und schließlich versteigert. Der Erlös kam auch hier einem guten Zweck zugute. Und auch der Erlös der Getränke wurde gespendet, weshalb der neue Ennser gleich noch eine Runde Punsch bestellte, die neue Ennserin musste ihn im Anschluss nachhause tragen.

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Der neue Ennser besuchte die Filmklasse der PTS

Vergangene Woche wurde der neue Ennser in die Polytechnische Schule Enns eingeladen. Was er dort erlebte, faszinierte ihn. Jetzt will er Schauspieler werden.

Als der neue Ennser die Filmklasse der PTS betrat, war es überraschend ruhig. Die Kids saßen auf ihren Stühlen in einem Halbkreis, erhoben sich kurz und setzten sich dann wieder. Gespenstisch! Der neue Ennser setzte sich auch. Gerhard Paukner, ein Urgestein der internationalen Filmbranche, leitet das Projekt, das sich über das ganze Schuljahr erstreckt. Am Ende soll ein Film mit dem Titel „Die Erdlinge – Die Wesen der Werte“ entstehen. Einer der jungen Erdlinge gab dem neuen Ennser gleich einen umfassenden Einblick in das Projekt: „Es gehört viel Disziplin dazu, einen Film zu drehen, da muss man schon voll bei der Sache sein. Außerdem ist es sehr spannend im Team zu arbeiten, jeder hat so seine Stärken und Schwächen, so wie im richtigen Leben auch.“ Der neue Ennser zeigte sich von der Sichtweise der Jugendlichen beeindruckt und bat die jungen Schauspieler sogleich um eine kurze Aufführung. Nachdem Filmprofi Paukner seine Anweisungen gegeben hatte, ging es auch schon los.

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 Die Kids stürmten lautstark durch das Klassenzimmer, trugen sich gegenseitig durch die Gegend, wobei eher die Burschen die Mädchen trugen als umgekehrt – es geht schließlich um Vertrauen – und verharrten im nächsten Augenblick mucksmäuschenstill in einer Position, die zweifelsohne „Freude“ ausdrücken sollte. Der neue Ennser sprang vor lauter Begeisterung von seinem Stuhl und klatschte Beifall, als wäre der Film schon für den Oscar nominiert. „Großartig!“, rief er, „einfach nur großartig!“, und bedankte sich am Ende bei Gerhard Paukner für diese einmalige Erfahrung.

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Ab aufs Eis, der kleine Ennser fährt im Kreis

Vergangenen Samstag war es endlich soweit: Nachdem die Ennserin ihrem Sprössling eini­ge Tage zuvor erzählt hatte, dass am Hauptplatz ein Eislaufplatz aufgebaut wird, konnte er es gar nicht erwarten, endlich über das Eis zu flitzen. Als er sein Frühstück verschlun­gen hatte, als wäre es das letzte für eine ganze Weile, marschier­te er mit dem neuen Ennser ins Zentrum. Schon von weitem hörte er das lustige Jauchzen der Kinder. Beim Schuhver­leih angekommen, suchte er sich ein Paar Schlittschuhe in seiner Größe aus, schlüpfte hi­nein, schnappte sich einen Pin­guin und wackelte unsicheren Schrittes aufs Eis. Auch für den neuen Ennser gab es das passen­de Schuhwerk. Es dauerte nicht lange, bis sich der kleine Ennser an den glatten Untergrund ge­wöhnt hatte.

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Übermütig schlit­terte er von einer Bande zur nächsten und holte den neuen Ennser des Öfteren beinahe von den Beinen. Nach etwa einer Stunde – den neuen Ennser hat­ten zwischenzeitlich seine Kräf­te verlassen – bekam der Kleine einen leckeren Kinderpunsch zum Aufwärmen, den die nette Dame beim Schuhverleih ganz vorzüglich vorbereitet hatte. Da­nach gings wieder ab aufs Eis. Nicht aber für den neuen Ennser – er machte es sich die restliche Zeit an der „Punschbar“ gemüt­lich und erholte sich erstmal von diesem Kraftakt.

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Schnell hatte der kleine Ennser einige Freun­de gefunden, mit denen er über­mütig um die Wette fuhr. Nach einer Weile wurde es aber auch ihm zuviel und er freute sich schon auf die Marillenknödel, die zuhause auf ihn warteten.

Der neue Ennser freut sich auf Weihnachten

Für den neuen Ennser nähert sich mit dem Dezember seine liebste Jahreszeit neben dem Frühlings­beginn. Dann, wenn die Weih­nachtsbeleuchtungen in den Städten montiert werden, die ersten Adventmärkte öffnen und der Punsch die Kälte aus dem Körper vertreibt, ja dann fühlt er sich wohl, der neue Ennser, dann kann er es gar nicht erwar­ten, engumschlungen mit seiner Ennserin durch die abendlichen Straßen zu schlendern. Nur der kleine Ennser scheint sich noch mehr zu freuen. Schon jetzt wittert er das Christkind hinter jeder Ecke und freut sich, dass er heute endlich das erste Käst­chen seines Adventskalenders öffnen darf. Einige Tage zuvor, es muss am Freitag gewesen sein, spazierten die drei durch die abendliche Innenstadt. Schon von weitem stieg dem neuen Ennser der Duft von heißem Glühwein in die Nase. „Schau“, sagte er, „was für ein Zufall, da sperrt gerade der Lions-Punsch­stand auf.“ „Von wegen Zufall!“, rief die Ennserin und musste lachen. „Deshalb wolltest du überhaupt erst aus dem Haus.“ „Keine Ahnung, wovon du da re­dest, Schatz“, erwiderte er mit ernster Miene, „aber jetzt, wo wir schon mal da sind … komm schon, der erste Punsch des Jah­res. Du magst doch Punsch.“ „Ist ja gut, ich hab doch gar nichts gesagt“, antwortete die Enn­serin belustigt und freute sich insgeheim auch auf eine Tasse heißen Beerenpunsch. Für den kleinen Ennser gab es Tee und belegte Brötchen. Schlussend­lich blieb es beim neuen Ennser nicht nur bei einer Tasse Glüh­wein. Gottseidank hatte er seine Ennserin dabei, die ihn wieder sicher nachhause brachte.

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