Für den neuen Ennser nähert sich mit dem Dezember seine liebste Jahreszeit neben dem Frühlings­beginn. Dann, wenn die Weih­nachtsbeleuchtungen in den Städten montiert werden, die ersten Adventmärkte öffnen und der Punsch die Kälte aus dem Körper vertreibt, ja dann fühlt er sich wohl, der neue Ennser, dann kann er es gar nicht erwar­ten, engumschlungen mit seiner Ennserin durch die abendlichen Straßen zu schlendern. Nur der kleine Ennser scheint sich noch mehr zu freuen. Schon jetzt wittert er das Christkind hinter jeder Ecke und freut sich, dass er heute endlich das erste Käst­chen seines Adventskalenders öffnen darf. Einige Tage zuvor, es muss am Freitag gewesen sein, spazierten die drei durch die abendliche Innenstadt. Schon von weitem stieg dem neuen Ennser der Duft von heißem Glühwein in die Nase. „Schau“, sagte er, „was für ein Zufall, da sperrt gerade der Lions-Punsch­stand auf.“ „Von wegen Zufall!“, rief die Ennserin und musste lachen. „Deshalb wolltest du überhaupt erst aus dem Haus.“ „Keine Ahnung, wovon du da re­dest, Schatz“, erwiderte er mit ernster Miene, „aber jetzt, wo wir schon mal da sind … komm schon, der erste Punsch des Jah­res. Du magst doch Punsch.“ „Ist ja gut, ich hab doch gar nichts gesagt“, antwortete die Enn­serin belustigt und freute sich insgeheim auch auf eine Tasse heißen Beerenpunsch. Für den kleinen Ennser gab es Tee und belegte Brötchen. Schlussend­lich blieb es beim neuen Ennser nicht nur bei einer Tasse Glüh­wein. Gottseidank hatte er seine Ennserin dabei, die ihn wieder sicher nachhause brachte.

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