Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: Januar 2017

Ennserin wirft sich in Schale

Sehr zu Freuden der Ennserin steht die Ballsaison bereits in den Startlöchern, weshalb es an der Zeit ist, sich schon mal das passende Outfit zu besorgen. Auch der neue Ennser freut sich ein bisschen.

Gottseidank tut man sich in Enns leicht, den richtigen Laden für die eigenen Bedürfnisse zu finden. So hat die Ennserin von einer Freundin erfahren, dass in der Linzerstraße eine neue Boutique, namens più gioia, was übersetzt so viel wie: „Glück ist die Summe kleiner Freuden“ bedeutet, erst kürzlich eröffnet hat. Die Ennserin machte sich also auf den Weg, um sich selbst vom Angebot zu überzeugen, auch der neue Ennser „musste“ sie begleiten. Kaum im Laden, wurden sie von der Besitzerin, Frau Margarete Lehner, herzlich begrüßt und fachkundig beraten. Frau Lehner dürfte schon mit einem erweiterten Sehsinn zur Welt gekommen sein, da sie nicht nur die Größe, die bei più gioia von 34 bis 46 reicht, auf Anhieb erkannt hatte, sondern auch den Geschmack der Ennserin: Gleich das erste Outfit saß wie angegossen und rührte den neuen Ennser zu tränen. „Ich hab nicht gewusst, dass du so schön sein kannst“, sagte er euphorisch, worauf ihm die Ennserin einen einschlägigen Blick zuwarf. Zwar waren alle Beschwichtigungsversuche des neuen Ennsers vergebens, die Freude über das neue Kleid machte aber ohnehin alles vergessen, weshalb dem neuen Ennser eine Standpauke erspart blieb. Sie wusste ja, wie er es gemeint hatte.  

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Der kleine Ennser will Rockstar werden

Jetzt hat der neue Ennser dem kleinen einen neuen Floh ins Ohr gesetzt. Nachdem er ihm das ganze Wochenende lang Songs seiner Lieblingsband „Coldplay“ vorgespielt hatte, fasste der kleine Ennser den festen Entschluss, selbst Keyboard spielen zu lernen, denn was der Chris Martin kann, so dachte er, das kann er schon lange.

Zunächst hoffte der neue Ennser noch, dass es sich nur um ein kurzzeitiges Interesse des Kleinen handeln würde, jedoch hatte er dessen Ausdauer unterschätzt und sich schlussendlich breitschlagen lassen, ehe er sich auf die Suche nach einem Klavierlehrer begab. Schnell wurde er fündig und kontaktierte Wiff LaGrange, der in seiner „MusikLernStadt“ unter anderem Klavierunterricht anbietet. Einige Tage später stand dann die erste Stunde auf dem Programm, der Kleine war aufgeregt, wie niemals zuvor. Am liebsten hätte er sich gleich an den großen Flügel gesetzt, doch erklärte ihm Wiff, dass selbst Chris Martin auf einem kleineren Exemplar begonnen hat.

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Der kleine Ennser fühlt sich in Wiffs MusikLernStadt sehr wohl.

Als ihn der neue Ennser nach einer Stunde wieder abholte, war der Kleine ganz aus dem Häuschen und wollte auf der Stelle ein eigenes Keyboard haben, um zuhause weiter zu üben. Und weil man diesem Argument nicht wirklich etwas entgegensetzen konnte und Einsteigermodelle auch kein Vermögen kosten, ging es gleich weiter zum „Musik Eisserer“, wo sie sogleich das passende Modell ergattern konnten. Und auch die Ennserin freut sich darüber, weil auch sie vor vielen Jahren Klavierunterricht genommen hatte und mit dem Keyboard nun ihr Können wieder etwas auffrischen kann.

Beim Musik Eisserer wurde der neue Ennser gleich fündig.

Beim Musik Eisserer wurde der neue Ennser gleich fündig.

 

Der erste Schnee begeistert nicht nur den kleinen Ennser

Da verbringt der neue Ennser seinen ersten Winter am Land, und kommt gleich in den Genuss einer solchen Schneepracht, wie man sie selbst in Enns schon lange nicht mehr gesehen hat. Hoffentlich glaubt der jetzt nicht, dass das bei uns jedes Jahr so ist.

Nachdem er sich am Wochenende gleich frühmorgens beim Schneeschaufeln einen Muskelkater geholt hatte, obwohl ihn der kleine Ennser tatkräftig unterstützte, schnappten sich die beiden Bob und Rodel und marschierten gemeinsam in den Eichberg. Als sich ihnen dann eine halbe Stunde später diese märchenhafte Winterlandschaft offenbarte, die dem neuen Ennser beinahe eine Träne in die Augen trieb, weil er selbst nicht daran geglaubt hatte, jemals selbst durch einen dieser Wälder zu spazieren, fanden sie einen steilen Hang, den schon zahlreiche Kinder übermütig mit ihren Schlitten hinunterbrausten.

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Noch bevor der neue Ennser dem Kleinen zu verstehen geben konnte, worauf er zu achten hat, und dass er es zu Beginn etwas langsamer angehen lassen sollte, saß er schon in seinem Knight-Rider-Renn-Bob und brauste mit etwa 100 Sachen den Hang hinunter, bevor er gegen einen Schneehaufen krachte. Den kleinen Ennser hievte es aus dem Bob und er segelte einige Meter durch die Luft, bevor er ebenfalls, sanft in einem Schneehaufen zu liegen kam. Dem neuen Ennser blieb beinahe das Herz stehen, der Kleine kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

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