Der neue Ennser nutz­te den Frühlingsbeginn und die warmen Temperaturen, um durch die wunderschönen Wäl­der von Enns zu spazieren. Dabei wurde er ganz poetisch.

Es gibt nicht vieles im Leben des Neuen Ennsers, über das er sich mehr zu freuen vermag, als über den langsam voranschreitenden Wechsel zwischen dem sich ver­neigenden Winter und dem auf­blühenden Frühling. Wie die meisten Menschen erwacht er jedes Jahr aufs Neue aus seiner Winterdepression, sobald die ers­ten Sonnenstrahlen an sein Fenster klopfen und ihm zurufen, er möge doch seinen Bau verlassen, um an der frischen Luft Kraft zu tanken. Dies lässt sich ein Neuer Ennser nicht zweimal sagen und schon gar nicht von einem Sonnenstrahl. So kam es, dass der Neue Ennser auch seine zwei Liebsten zu moti­vieren versuchte – dies gelang ihm ohne große Müh – mit ihm durch den Eichberg zu spazieren, der ebenfalls gerade dabei ist, seine Besucher mit den ersten Früh­lingsblümchen zu verzücken. Die beiden ließen sich nicht zweimal bitten, und leisteten dem Neuen Ennser Geleit, was ihn dazu ver­anlasste mit einem breiten Grinsen seine Freude Kund zu tun.

Noch etwas träge von der Samstäglichen Morgenstund, benötigte der Kleine Ennser nun doch etwas zusätzliche Motivation in Form eines fünften Nutellabrotes, das ihm erlaubt wurde während des Spazierganges zu verspeisen. Der daraus resultie­rende Zuckerschock veranlasste den Kleinen dazu, wie ein wild­gewordenes Rhinozeros in den Wald zu stürmen, und zwischen den vielen Bäumen hindurchzulau­fen. Manchmal stellte ihm eine aus dem Erdreich ragende Wurzel ein Bein. Der Zucker jedoch erstick­te jeglichen Schmerz direkt im Keim. Herr und Frau Ennser ge­nossen zwischenzeitlich die Stille, die ein solcher Wald in der Lage ist seinen Besuchern darzubieten und erfreuten sich der vielen Vögel, die über ihre Häupter hinweghuschten. Sie sangen. Die Vögel auch. Noch viele Stunden strichen die drei durch die Wälder und freuten sich in einer Stadt beheimatet zu sein, die eine solche Abwechslung zum Stadtleben bietet.

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