Der Neue Ennser steht auf alte Fahrräder. Nun kam er vergangenes Wochenende am Ennser Hauptplatz voll auf seine Kosten.

Seit Wochen fieberte er dem 13. Mai entgegen, seit Wochen sprach er von nichts anderem – das erste Oldtimer-Fahrradtref­fen war für den Neuen Ennser das Highlight im Frühling. Als er noch in Wien sein Dasein fris­tete, war er fast ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs, nun geht er lieber zu Fuß, die Liebe zum Rad ist aber weiterhin unge­brochen. Als er nämlich Sams­tagmittag am Ennser Hauptplatz eintraf, blieb ihm, beim Anblick der alten Räder, beinahe das Herz stehen. Kurz musste er von Mitinitiator Wolfgang Simlinger gestützt werden, ehe sich sein Herzschlag wieder normalisier­te. Von mehr als 100 Jahre alten Waffenrädern bis hin zu kreati­ven Eigenbauten war beim ersten Oldtimer-Fahrradtreffen alles vertreten, was sich durch Mus­kelkraft auf zwei Rädern fortbe­wegt. Zwar hat der Neue Ennser an Muskelkraft nicht viel zu bie­ten, an der Rundfahrt durch Enns nahm er dann aber trotzdem teil und genoss die Natur um die äl­teste Stadt Österreichs in vollen Zügen. Später machte er dann bei der Verlosung mit, bei der es ein hochwertiges Mountainbike zu gewinnen gab. Gewonnen hat er es letzten Endes aber nicht. Dafür testete er mindestens 36 verschiedene Räder und fuhr damit stundenlang am Haupt­platz im Kreis, ehe ihn die un­tergehende Sonne zwang, den Heimweg anzutreten. Noch bis tief in die Nacht erzählte er sei­ner Ennserin von den vielen ver­schiedenen Fahrrädern. Außer­dem hofft er inständig auf eine Wiederholung dieses Festes auf zwei Rädern, wie er es formu­lierte.

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