Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: Juli 2017

Ferienspiel: Der Kleine Ennser und die Filzkugel

Im Rahmen der Ferien­spiel-Aktion, ließ sich der Klei­ne Ennser dazu überreden, beim ETV Enns 1874 mit einem Schlä­ger auf eine gelbe Filzkugel zu hauen.

Die Sonne stand hoch am Himmel, die Temperaturen stiegen ins Uner­messliche und der Kleine Ennser war bereit. Bereit für die Filzkugel. Ganz genau hatte er sich zwei Wo­chen lang das Tennis Grand Slam Turnier von Wimbledon angesehen. Seither denkt er Roger Federer zu sein. Bewaffnet mit einer Tennis­tasche, die beinahe doppelt so groß war wie er selbst, ließ er sich von seiner Mama zur ETV-Anlage beim Freibad chauffieren. „Du kannst ruhig gleich losfahren, ich kann das alleine“, sagte der Kleine selbstbe­wusst, stieg aus dem Wagen und schliff die Tennistasche hinter sich her, bis er vor den Tennisplätzen zum Stehen kam.

Das Training

Dort wurde er so­gleich von Trainer Martin empfan­gen. „Bin ich nach dem heutigen Tag so gut wie Roger Federer?“, fragte der Kleine Ennser, noch bevor er seinen Schläger überhaupt ausge­packt hat. „Vielleicht nicht ganz“, antwortete Martin lachend, „aber so gut wie Novak Djokovic bestimmt.“ Zwar hatte der Kleine Ennser abso­lut keine Ahnung, wer dieser Djo­kovic überhaupt sein soll, bereit für die Filzkugel war er aber allemal. Doch bevor es soweit war, standen Koordinations- und Reaktionsübun­gen am Programm, und dabei stell­te sich der Kleine gar nicht mal so ungeschickt an. „Vielleicht wird aus dir doch noch ein kleiner Roger“, sagte Martin, ehe es dann endlich ans Eingemachte ging: Schlagübun­gen!

Voller Einsatz

Flink wie ein Wiesel bewegte sich der Kleine Ennser von einem Ende des Platzes zum anderen, und schoss Martin die Kugel nur so um die Ohren. Eine traf ihn mitten auf der Nase. Vor lauter Schreck, fiel dem Kleinen der Schläger aus der Hand, die anderen Kinder kugelten sich am Boden vor Lachen. Und als Martin auch zu lachen begann, gab es auch für den Kleinen kein Halten mehr. Es dauerte eine Weile, bis das Training wieder aufgenommen wer­den konnte. Um allerdings der Hitze etwas entgegen zu wirken, einigte man sich auf eine Eispause. Mar­tin drückte das Eis auf seine Nase, dann ging das Gelächter von vorne los.

17 Enns DNE

Menschenbilder „bewegen“ den Kleinen Ennser

Vergangene Woche spa­zierte die Familie Ennser durch den Schlosspark und entdeckte neben jeder Menge entspannter Menschen 53 atemberaubende Fotografien.

Eigentlich wollte der Kleine Enn­ser viel lieber mit seinen Freunden Fußball spielen, doch hatte seine Mama ganz andere Pläne. Weil der Kleine erst gestern ungeheuer frech gewesen ist, verordnete sie ihrem Sprössling zwei Tage Haus­arrest. Denn „anders wirst du es wohl nicht lernen!“, schimpfte sie noch, ehe der Kleine schmollend davonlief. Nun wollen sich der Neue und seine Ennserin aber die „Menschenbilder-Ausstellung“ im Schlosspark anschauen. Und dort­hin durfte auch der Kleine mit. Im Park angekommen – viele Men­schen haben sich versammelt, um ihren Geist bei „Yoga im Park“ in Einklang mit ihren Körpern zu bringen – sprintete der Kleine los und knallte, weil er nur selten in die Richtung schaut, in die er auch läuft, volle Kanne mit dem Kopf gegen eines der Bilder. Das Bild bewegte sich keinen Millimeter, der Kleine Ennser hingegen schon. Mama Ennser blieb beinahe das Herz stehen. Doch als ihr Klei­ner wenige Sekunden später den Kopf hob und lauthals zu lachen begann – als wäre er gerade mit dem Kopf gegen ein Bild gerannt – atmete auch sie erleichtert auf. Nachdem der aktionreiche Teil des Tages nun hinter den dreien lag, spazierten sie gemütlich von Bild zu Bild, vor allem der Neue Ennser zeigte sich begeistert. „Ist ja unglaublich“, sagte er eupho­risch, „jetzt schau dir mal den Hintern an“, und zeigte mit dem Finger auf eines der Fotos. Ein sehr einschneidender Blick ließ nicht lange auf sich warten. Als er dann aber erzählte, dass eine Ennserin – Elisa Sommer – die Fotografin zweier Fotos sei, war sie sofort beeindruckt von seinem fundamentalen Wissen und zeigte sich sogleich hochinteressiert.

17 Enns DNE

Der Kleine Ennser und die Hüpfburg

Der Kleine Ennser hat nur das Wort „Hüpfburg“ ge­hört, da gab es für ihn kein Halten mehr. Unbedingt müsse er beim Sommerfest der HUAk dabei sein. Und so geschah es auch.

Doch als es um Punkt 17 Uhr wie aus Eimern zu gießen begann, war es mit der Freude des Klei­nen Ennsers augenblicklich aus und vorbei. „Ruhig bist du jetzt!“, schimpfte ihn Mama Ennser, nachdem er aus dem Schimp­fen nicht mehr herauskam. Wi­derwillig setzte er sich mitten auf den Fußboden im Vorraum und schmollte, als ließe sich der Regen davon beeindrucken. Eine geschlagene Stunde saß er da, ehe die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fielen. „Los, los, los!“, schrie der Kleine und ernte­te sofort Mamas bösen Blick. Von da an war der Kleine Ennser das artigste Kind, das man sich nur vorstellen kann. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, in dem er die Hüpfburg erspähte – alle guten Vorsätze waren auf der Stelle dahin. Wie ein Irrer (möchte man der Formulierung des Neuen Enn­sers Glauben schenken), catchte er sich in die Hüpfburg und war so­fort in seinem Element. Dies nut­zen der Neue Ennser und seine Magd, um sich unters Volk zu mi­schen. Es wurde gespeist, getrun­ken und getanzt, gelacht und die neuesten Neuigkeiten untereinan­der ausgetauscht, oder kurz: ein höchst amüsanter Abend genos­sen. Weil die beiden vom Kleinen schon stundenlang nichts gehört hatten machte sich der Neue Enn­ser auf den Weg zur Hüpfburg, dort angekommen zog er sein Handy aus der Tasche und schoss ein Foto. Der Kleine Ennser lag mit ausgestreckten Armen und Beinen in der Hüpfburg herum und schnarchte wie ein Großer.

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