Vergangene Woche spa­zierte die Familie Ennser durch den Schlosspark und entdeckte neben jeder Menge entspannter Menschen 53 atemberaubende Fotografien.

Eigentlich wollte der Kleine Enn­ser viel lieber mit seinen Freunden Fußball spielen, doch hatte seine Mama ganz andere Pläne. Weil der Kleine erst gestern ungeheuer frech gewesen ist, verordnete sie ihrem Sprössling zwei Tage Haus­arrest. Denn „anders wirst du es wohl nicht lernen!“, schimpfte sie noch, ehe der Kleine schmollend davonlief. Nun wollen sich der Neue und seine Ennserin aber die „Menschenbilder-Ausstellung“ im Schlosspark anschauen. Und dort­hin durfte auch der Kleine mit. Im Park angekommen – viele Men­schen haben sich versammelt, um ihren Geist bei „Yoga im Park“ in Einklang mit ihren Körpern zu bringen – sprintete der Kleine los und knallte, weil er nur selten in die Richtung schaut, in die er auch läuft, volle Kanne mit dem Kopf gegen eines der Bilder. Das Bild bewegte sich keinen Millimeter, der Kleine Ennser hingegen schon. Mama Ennser blieb beinahe das Herz stehen. Doch als ihr Klei­ner wenige Sekunden später den Kopf hob und lauthals zu lachen begann – als wäre er gerade mit dem Kopf gegen ein Bild gerannt – atmete auch sie erleichtert auf. Nachdem der aktionreiche Teil des Tages nun hinter den dreien lag, spazierten sie gemütlich von Bild zu Bild, vor allem der Neue Ennser zeigte sich begeistert. „Ist ja unglaublich“, sagte er eupho­risch, „jetzt schau dir mal den Hintern an“, und zeigte mit dem Finger auf eines der Fotos. Ein sehr einschneidender Blick ließ nicht lange auf sich warten. Als er dann aber erzählte, dass eine Ennserin – Elisa Sommer – die Fotografin zweier Fotos sei, war sie sofort beeindruckt von seinem fundamentalen Wissen und zeigte sich sogleich hochinteressiert.

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