Im Rahmen der Ferien­spiel-Aktion, ließ sich der Klei­ne Ennser dazu überreden, beim ETV Enns 1874 mit einem Schlä­ger auf eine gelbe Filzkugel zu hauen.

Die Sonne stand hoch am Himmel, die Temperaturen stiegen ins Uner­messliche und der Kleine Ennser war bereit. Bereit für die Filzkugel. Ganz genau hatte er sich zwei Wo­chen lang das Tennis Grand Slam Turnier von Wimbledon angesehen. Seither denkt er Roger Federer zu sein. Bewaffnet mit einer Tennis­tasche, die beinahe doppelt so groß war wie er selbst, ließ er sich von seiner Mama zur ETV-Anlage beim Freibad chauffieren. „Du kannst ruhig gleich losfahren, ich kann das alleine“, sagte der Kleine selbstbe­wusst, stieg aus dem Wagen und schliff die Tennistasche hinter sich her, bis er vor den Tennisplätzen zum Stehen kam.

Das Training

Dort wurde er so­gleich von Trainer Martin empfan­gen. „Bin ich nach dem heutigen Tag so gut wie Roger Federer?“, fragte der Kleine Ennser, noch bevor er seinen Schläger überhaupt ausge­packt hat. „Vielleicht nicht ganz“, antwortete Martin lachend, „aber so gut wie Novak Djokovic bestimmt.“ Zwar hatte der Kleine Ennser abso­lut keine Ahnung, wer dieser Djo­kovic überhaupt sein soll, bereit für die Filzkugel war er aber allemal. Doch bevor es soweit war, standen Koordinations- und Reaktionsübun­gen am Programm, und dabei stell­te sich der Kleine gar nicht mal so ungeschickt an. „Vielleicht wird aus dir doch noch ein kleiner Roger“, sagte Martin, ehe es dann endlich ans Eingemachte ging: Schlagübun­gen!

Voller Einsatz

Flink wie ein Wiesel bewegte sich der Kleine Ennser von einem Ende des Platzes zum anderen, und schoss Martin die Kugel nur so um die Ohren. Eine traf ihn mitten auf der Nase. Vor lauter Schreck, fiel dem Kleinen der Schläger aus der Hand, die anderen Kinder kugelten sich am Boden vor Lachen. Und als Martin auch zu lachen begann, gab es auch für den Kleinen kein Halten mehr. Es dauerte eine Weile, bis das Training wieder aufgenommen wer­den konnte. Um allerdings der Hitze etwas entgegen zu wirken, einigte man sich auf eine Eispause. Mar­tin drückte das Eis auf seine Nase, dann ging das Gelächter von vorne los.

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