Der Neue Ennser achtet ganz genau auf seinen Omega 3-Haushalt. Die Greisslerei am Hauptplatz unterstützt ihn dabei tatkräftig.

Seit einigen Wochen hat sich eine gewisse Routine in den Arbeitstag des Neuen Ennsers geschlichen. Nachdem er immer der Erste im Büro ist, weil länger zu arbeiten für ihn keine Option ist, muss er in erster Linie mit Kaffee gegen die morgendliche Müdigkeit ankämp­fen. Der erste wird gegen 6.15 Uhr zuhause, der zweite gegen 8 Uhr in der Greisslerei am Hauptplatz kon­sumiert. Doch das ist noch lange nicht alles. Weil des Neuen Enn­sers Magen direkt nach dem Auf­stehen noch keine Nahrungszufuhr zulässt, verbindet er die tägliche Kaffeepause in der Greisslerei mit einer Jause: Weckerl mit Lachs, Kren und viel Liebe in der Zube­reitung. Es gibt keine Ausnahmen. Das mit der pünktlichen Bereitstel­lung des Weckerls muss der Herr Hoeffle zwar noch verinnerlichen, dafür ist das verspätete Frühstück eine reine Gaumenfreude. Und ein bisschen Warten hat noch nieman­dem geschadet, vor allem, weil man in der Greisslerei am Hauptplatz ständig in nette Gespräche verwi­ckelt wird. Da wird einem nicht langweilig. Und wenn es doch ein­mal langweilig wird, dann nimmt der Neue Ennser ein Buch aus dem Ständer und liest – wenn überhaupt – die Zusammenfassungen auf der den Rückseiten. Für mehr reicht die Motivation nicht aus, was die Ennserin des Öfteren bekrittelt, weil sie nicht versteht, warum man sich nicht für Bücher interessieren kann. Doch das ist eine andere Ge­schichte. Für den Neuen Ennser ist es im Moment ausreichend, seinen Lachs-Weckerl zu genießen. Und der schmeckt vorzüglich.

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