Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: November 2017

Ein wilder Samstagabend in der Ennser Zuckerfabrik

Die Familie Ennser mach­te sich am vergangenen Wochen­ende für ein Konzert im Kultur­zentrum d’Zuckerfabrik schick. Auf der Bühne stand eine Led Zeppelin Coverband namens Grand Zeppelin. Der Kleine blieb bei Oma.

Nachdem man den Kleinen bei Oma abgeliefert und sich dort noch ein Gläschen Wein genehmigt hat – das Vorglühen der nicht mehr ganz Jungen quasi – spazierte man in Richtung Zuckerfabrik, so wie man das auch früher beinahe jedes Wochenende zelebriert hat. Natür­lich trifft das nur auf die Ennserin zu, der Neue Ennser feierte wäh­renddessen – laut eigenen Anga­ben – wilde Partys in den Wiener Clubs. Die Ennserin hegt ob der wilden Jahre des Neuen Ennsers allerdings so ihre Zweifel. Nichts­destotrotz freute man sich auf den bevorstehenden Abend und traf sogleich jede Menge bekannte Ge­sichter. Gesichter, die man noch von früher kannte. Für die Ennserin ist es eine Zeitreise. Für den Neuen Ennser ist es günstiges Bier, gute Musik in einer einzigartigen At­mosphäre und eine neue Erfahrung. Konzerte seien nämlich nie so sein Ding gewesen.

Fantastische Stimmung

Als dann aber die Band die Bühne besetzte, der Gitarrist zu seiner Gibson Les Paul griff und ein Riff in die Saiten hämmerte, das beinahe ein Loch in die alten Gemäuer riss, bewegte sich der Körper des Neuen Ennsers wie von alleine. Wie ein Blitz traf ihn der Sound mitten ins Herz und veranlasste ihn dazu, quer durch die ganze Halle zu springen, ohne auch nur ein einziges Lied zu kennen. Die Ennserin sah ihm amüsiert zu. Als dann allerdings die letzte Zugabe mit Whole Lotta Love durch die Zuckerfabrik fegte, hielt auch die Ennserin nichts mehr auf ihrem angestammten Platz und sie machte gemeinsam mit dem Neuen Ennser die Tanzfläche un­sicher. Noch bis tief in die Nacht ließen die beiden ihre Jugendjahre Revue passieren und freuen sich schon auf das nächste Konzert im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik.

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Der Kleine Ennser hat den Durchblick verloren

Der Kleine Ennser braucht eine Brille und das passt ihm so gar nicht, weshalb es der Ennserin ei­niges an Mühen kostete, ihren Soh­nemann zum Optiker zu schleifen.

 „Ich setz sicher keine Brille auf!“, brüllt der kleine Ennser und stampft bockig auf den Fußboden. Die Mama versucht zu beruhigen, scheitert aber am Sturkopf des Kleinen und hat ei­gentlich gar keine Lust, überhaupt darüber zu diskutieren. „Der Au­genarzt hat gesagt, du brauchst eine Brille. Also suchen wir eine Brille für dich aus. Ende der Durchsage!“ Der Kleine Ennser lässt sich theatra­lisch zu Boden fallen und brüllt: „Du willst, dass ich aussehe wie Harry Potter!“ Mit einem Lächeln gibt ihm die Mama zu verstehen, er solle sich anziehen. „Dreimal darfst du raten, woher er das hat“, sagt der Neue Ennser im Vorbeigehen und hätte den fiesen Blick der Ennserin eigent­lich kommen sehen müssen. 17 Mi­nuten und drei Schimpftiraden spä­ter, haben die beiden die Wohnung verlassen. Nach weiteren drei Minu­ten stehen sie beim Optiker Lindor­fer in der Linzerstraße. Der Kleine Ennser würdigt die Geschäftsführe­rin Sabine Sallmann keines Blickes und starrt eisern zu Boden. Frau Sallmann lässt sich davon allerdings wenig beeindrucken und präsentier­te dem Kleinen mit Witz, Charme und Einfühlungsvermögen einige besonders coole Modelle. Und siehe da, der Kleine Ennser wirkt plötz­lich gar nicht mehr so abgeneigt und kann sich schlussendlich sogar für eine Brille, die wie für ihn gemacht zu sein scheint, anfreunden. Mama Ennser bedankt sich recht herzlich für die tolle Beratung und schlendert mit dem Kleinen nachhause, wo er dem Neuen Ennser stolz sein neues Schmuckstück präsentiert.

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Der Neue Ennser, die Halle und ein Peter

Wenn der ASKÖ Enns und der ETV Enns zusammentreffen brennt die Bude – und der Neue Ennser mittendrin.

Ein gemütlicher Samstagnach­mittagsspaziergang hätte es wer­den sollen, als die Familie Enn­ser gemächlich am Bleicherbach entlangschlenderte, ehe man die Ennser Unionhalle passierte. Dort drang plötzlich eine Stim­me nach außen, deren Wortschatz nicht für die Ohren des Kleinen Ennser bestimmt war, weshalb ihm die Ennserin die Handflä­chen gegen die Ohren drückte. Noch nie hatte der Neue Ennser jemanden so fluchen gehört.

Wettkampfmodus

Neugierig wie der Neue Enn­ser nunmal ist, riskierte er einen Blick in die Tennishalle und wurde Zeuge einer wahren Schlacht zwischen dem ASKÖ Enns und Luftenberg. Auch der ETV Enns versuchte alles, um seinen Gegner aus Hofkirchen in die Schranken zu weisen, was nicht einmal ansatzweise gelang. Für den ASKÖ stand ein gewisser Peter auf dem Platz, der das Ra­cket nach mehreren unerzwun­genen Fehlern am Boden zer­trümmerte und es im Anschluss beinahe aufaß. Der komplette Spielbetrieb musste kurzzeitig eingestellt werden, da der Wut­ausbruch einige Minuten in An­spruch nahm. Der Neue Ennser war ob des Einsatzes und des Siegeswillen Peters beeindruckt und holte den Rest der Familie in die Halle nach. Dem Kleinen Ennser verpasste er Ohrenstöp­sel. Die Partie entwickelte sich in weiterer Folge zu einem wahren Krimi und sorgte für eine ausge­lassene Stimmung im Restaurant der Unionhalle, wo sich Robert und Ilse um das Wohl der Gäste kümmerten. Der Neue Ennser wählte das Tagesmenü – Gulasch mit Pferd – und ließ den Nach­mittag gemütlich in der Tennis­halle ausklingen.

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