Die Familie Ennser mach­te sich am vergangenen Wochen­ende für ein Konzert im Kultur­zentrum d’Zuckerfabrik schick. Auf der Bühne stand eine Led Zeppelin Coverband namens Grand Zeppelin. Der Kleine blieb bei Oma.

Nachdem man den Kleinen bei Oma abgeliefert und sich dort noch ein Gläschen Wein genehmigt hat – das Vorglühen der nicht mehr ganz Jungen quasi – spazierte man in Richtung Zuckerfabrik, so wie man das auch früher beinahe jedes Wochenende zelebriert hat. Natür­lich trifft das nur auf die Ennserin zu, der Neue Ennser feierte wäh­renddessen – laut eigenen Anga­ben – wilde Partys in den Wiener Clubs. Die Ennserin hegt ob der wilden Jahre des Neuen Ennsers allerdings so ihre Zweifel. Nichts­destotrotz freute man sich auf den bevorstehenden Abend und traf sogleich jede Menge bekannte Ge­sichter. Gesichter, die man noch von früher kannte. Für die Ennserin ist es eine Zeitreise. Für den Neuen Ennser ist es günstiges Bier, gute Musik in einer einzigartigen At­mosphäre und eine neue Erfahrung. Konzerte seien nämlich nie so sein Ding gewesen.

Fantastische Stimmung

Als dann aber die Band die Bühne besetzte, der Gitarrist zu seiner Gibson Les Paul griff und ein Riff in die Saiten hämmerte, das beinahe ein Loch in die alten Gemäuer riss, bewegte sich der Körper des Neuen Ennsers wie von alleine. Wie ein Blitz traf ihn der Sound mitten ins Herz und veranlasste ihn dazu, quer durch die ganze Halle zu springen, ohne auch nur ein einziges Lied zu kennen. Die Ennserin sah ihm amüsiert zu. Als dann allerdings die letzte Zugabe mit Whole Lotta Love durch die Zuckerfabrik fegte, hielt auch die Ennserin nichts mehr auf ihrem angestammten Platz und sie machte gemeinsam mit dem Neuen Ennser die Tanzfläche un­sicher. Noch bis tief in die Nacht ließen die beiden ihre Jugendjahre Revue passieren und freuen sich schon auf das nächste Konzert im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik.

17 Enns DNE1