Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: Januar 2018

Was tun, wenn es keine Eier zum Frühstück gibt?

Sonntagmorgen ist der tra­ditionelle Tag des großen Früh­stücks der Familie Ennser. Lei­der aber lässt sich eine Eierspeise nicht ohne Eier zubereiten, was den Kleinen Ennser nicht wirklich er­freute.

Die morgendliche Ruhe im Hause Ennser stand vergangenen Sonntag vor einer großen Bewährungsprobe. Als nämlich der Neue Ennser damit begann, das Frühstück anzurichten, stellte er mit großem Entsetzen fest, dass er es verabsäumt hatte, Eier vom Bauern seines Vertrauens zu orga­nisieren. Und ohne Eier lässt sich bekanntlich auch keine Eierspeise zaubern, die für die gute Laune des Kleinen Ennsers allerdings essenzi­ell ist. „Ist es recht schlimm“, fragte der Neue Ennser also den Kleinen, als sich dieser mit großen Erwartun­gen zu Tisch setzte, „wenn es heute ausnahmsweise keine Eierspeise zum Frühstück gibt?“ Der Frage folgte eine Gesichtsentgleisung des Kleinen Ennsers, dessen Kopf so rot anlief, dass man ihn genauso gut als Ampel hätte irgendwo aufstellen können. Dem Neuen Ennser genügte dies als Antwort, weshalb er fie­berhaft zu überlegen begann, aus welchem Garten er auf die Schnelle noch Eier entwenden könnte, um den restlichen Sonntag noch einigermaßen genie­ßen zu können. „Warum holst du keine vom Eierautomaten?“, fragte die Ennserin, als sie ebenfalls die Küche betrat und den Kleinen Enn­ser kurz vor der Explosion sah. „Eier­automat? Was ist ein Eierautomat?“, wollte der Neue Ennser wissen und machte sich schnurstracks auf den Weg, nachdem ihm seine Ennserin erklärt hatte, dass jeweils ein Eierautomat der Familie Schedlberger aus Haag bei den Parkplätzen der Feuerwehr und einer neben dem Abenteuerspiel­platz in der Severinusstraße steht. Die Miene des Kleinen Ennsers er­hellte sich kurzfristig und begann zu strahlen, als der Neue Ennser wenig später mit zwei Eierschachteln zu­rückkehrte. Die Eierspeise schmeck­te zum Glück vorzüglich, wie der Kleine den Neuen Ennser anschlie­ßend wissen ließ. Der Sonntag war also gerettet.

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Die Famile Ennser feierte Silvester am Ennser Hauptplatz

Die Familie Ennser ver­brachte die Silvesternacht wie tau­sende weitere Ennser am Haupt­platz und war vom dargebotenen Programm hellauf begeistert.

Bereits um 18 Uhr ging es für den Kleinen Ennser um Leben und Tod, als er beim Kindersilvester das Ziel beim Hufeisenwerfen ein ums andere Mal zirka einen Meter verfehlte. Fuchsteufelswild schleu­derte er Hufeisen um Hufeisen am Ziel vorbei, ehe er sich vom Neuen Ennser die Wurftechnik zeigen ließ und das etwa 136. Hufeisen end­lich um die zu treffende Vorrich­tung kreiste. Ab diesem Zeitpunkt war die Welt des Kleinen Ennsers wieder in Ordnung, weshalb er sich ohne Murren nach weiteren zwei Stunden bei der Oma abset­zen ließ. Von da an ging es für den Neuen Ennser und seine Ennserin ans Eingemachte. Nachdem man beim Grilleuropameister Franz Ku­petzius das beste Fleisch überhaupt genossen hatte, mischten sich die beiden unter die Festgesellschaft. Kein Halten gab es für den Neuen Ennser, als schließlich Falco-Imi­tator Michael Patrick Simoner die Bühne betrat und die Menge mit Hits wie Der Kommissar oder Junge Römer zum Kochen brachte, bis sich um Punkt Mitternacht das große Finale ganz oben am Ennser Stadtturm in Form eines unvergess­lichen Feuerregens ereignete.

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