ENNS. Eigentlich wollte der Neue Ennser nur drei Faschingskrapfen in der Bäckerei Aichberger einkau­fen, um seine kleine Familie zu überraschen. Nach einer Kostpro­be räumte er allerdings den ganzen Laden leer.

Dass der Neue Ennser beizeiten nicht alle Tassen im Schrank hat, dürfte mittlerweile allseits bekannt sein. Oft neigt er dazu, anstelle Entschei­dungen mit dem Verstand zu fällen, seinen Impulsen nachzugeben, was vor allem bei der Ennserin regelmä­ßig zu großem Unverständnis führt. Dieses Mal aber, war eine spontan organisierte Faschingsparty die Folge. Aber von Anfang an.

Faschingsparty

Wir schreiben den ersten Samstag im Februar, an dem der Neue Enn­ser verkündet, drei Krapfen für das Frühstück organisieren zu wollen. Schnur­stracks machte er sich also auf den Weg und steuerte mit energischem Schritt die Bäckerei Aichberger in der Mauthausnerstraße an, weil es dort, wie er gehört hat, die besten Krapfen weit und breit geben soll. Eine Kostprobe direkt an Ort und Stelle bestätigte das Gerücht. Beina­he schmiss es ihn aus den Socken, als er energisch ein großes Stück aus dem Krapfen herausbiss und sogleich die alles entscheidende Frage stellte: „Wie viele habt ihr davon?“

Das ganze Blech

Wäh­rend Eva Aichberger in der Back­stube verschwindet und mit einem großen Blech wieder zurückkommt, erklärt Kathrin, dass er gerne noch mehr haben könne, dies aber sicher­heitshalber noch mit seiner Ennserin absprechen solle, da sie schon gehört hat, dass der Neue Ennser des Öfte­ren sehr unüberlegt handelt, weshalb er sich vorerst mit „nur“ einem Blech auf den Heimweg begab. Dort ange­kommen fiel die Ennserin aus allen Wolken. „Was sollen wir denn mit so vielen Krapfen“, fragt sie entgeis­tert und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Der Kleine Ennser kugelt sich währenddessen vor lau­ter Lachen am Boden und schreit: „Faschingsparty … ruf meine Freun­de an!“ Nach kurzer Absprache mit dem Neuen Ennser per Blickkontakt, kommt sie dem Wunsch des Kleinen nach und organisiert kurzer Hand eine vorgezogene Faschingsparty. Die Krapfen kamen so gut an, dass sich der Neue Ennser erneut auf den Weg machen musste.

Unbenannt