Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: März 2018

Der Neue Ennser und der Rum: ein tolles Gespann

Der Neue Ennser mach­te vergangene Woche eine sehr interessante Entdeckung. Als er nämlich die Wienerstraße hin­aufschlenderte, fiel ihm sofort ein großes Schild ins Auge, auf dem in großen Buchstaben „point of wine“ zu lesen war. Und das machte ihn neugierig.

„Lassen Sie sich von unserem Sor­timent auf den Geschmack bringen, und überzeugen Sie sich, indem Sie uns fordern.“ Das ließ sich der Neue Ennser nicht zweimal sagen, als er die Vinothek betrat und von Inhaber Franz Pointner begrüßt wurde. Schon die Räumlichkei­ten laden praktisch dazu ein, das große Sortiment zu durchforsten und eine Weile zu bleiben. So eine Verkostung kann schließlich schon mal etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Seit 30 Jahren ist Pointner bereits im Geschäft und seit November 2016 in Enns, wie er den Neuen Ennser wissen ließ. Neben den zahlreichen Weinsorten, die Pointner von 50 bis 60 Winzern bezieht, hat es dem Neuen Ennser aber vor allem der Rum angetan. 870 Sorten davon hat Pointner gelagert, nun wird zusätz­lich der Keller ausgebaut – das Zeug will schließlich auch irgendwo ge­lagert werden. Die erste Kostprobe ließ nicht lange auf sich warten.

Rumverkostung

Zaghaft mit einem Diplomatico begonnen (ein edles Tröpfchen aus Venezuela) verkostete sich der Neue Ennser quer durch das Sortiment, bis er nach etwa vier Stunden bei der 870. Sorte – ein Aniversario, ebenfalls aus Südamerika – ange­langt war. Das Stehen auf den ei­genen Beinen war da schon längst nur noch eine Wunschvorstellung des Neuen Ennsers. Um wieder zu sich zu kommen, bereitete Pointner in weiterer Folge eine leckere Jau­senplatte vor, die der Neue Ennser verputzte, als hätte er seit Wochen nichts zu essen bekommen. Point­ner musste also nachlegen. Als sich der Neue Ennser nach weiteren vier Stunden wieder so halbwegs gefan­gen hat, kaufte er das eine oder an­dere Fläschchen und torkelte unsi­cheren Schrittes nachhause.

17 DNE online

 

Der Neue Ennser lüftet das Geheimnis um SNOOOP

Schon seit langem fragt sich der Neue Ennser, was genau ein „SNOOOP“ sein soll, nach­dem der Schriftzug immer wieder irgendwo auftaucht. Nun wurde auch der Kleine Ennser neugierig.

Als die beiden nämlich über den Hauptplatz spazierten, um sich eine leckere Leberkässemmel zu ge­nehmigen, wurden sie erneut mit „SNOOOP“ konfrontiert. Dieses Mal war der Schriftzug auf einem weißen Van zu lesen. „Wir müssen so lange hier warten, bis das Auto wegfährt“, sagt der Kleine Ennser, „dann kannst du fragen, was das ist.“ Wenig begeistert von dieser Idee, weil sich die Temperaturen um den Nullpunkt bewegen, schlug der Neue Ennser vor, die Leberkäs­semmel direkt in der Greisslerei am Hauptplatz zu verspeisen. Sollte der Herr „SNOOOP“ währenddessen auftauchen, könne man ihn fragen. Ansonsten werde man sich wieder auf den Heimweg begeben. Der Kleine Ennser zeigt sich erst einmal einverstanden und biss immer nur ein Brösel von seiner Semmel her­aus, um so lange wie möglich in der Greisslerei zu verweilen.

Unbenannt

Nach etwa 30 Minuten, der Leberkä­se des Kleinen war zu diesem Zeit­punkt bereits eiskalt, erblickte der Neue Ennser einen jungen Herrn, der in den SNOOOP-Wagen einstieg. Wenige Augenblicke später hatte er ihn schon in ein Gespräch verwi­ckelt. Mario Stangl, wie der Herr tat­sächlich heißt, erklärte den beiden in einigen kurzen Sätzen, was SNOO­OP nun tatsächlich ist. „SNOOOP“ ist eine Plattform, die den Menschen dabei hilft, sich in Städten zurecht­zufinden. Auf der anderen Seite hilft „SNOOOP“ aber auch den kleinen Händlern in einer Stadt, um ihre Produkte oder Angebote zu präsen­tieren“, erklärt Stangl, ehe er sein Mobiltelefon aus der Tasche zieht und www.snooop.net in den Browser tippt. Dort führt ein Link zum „Ennsportal“, ein weiterer in die „Linzer Altstadt“. „Das Ennsportal war das Pilotprojekt. Dort werden kleine Ge­schäfte, Veranstaltungen, die schöns­ten Plätze und alles, was eine Stadt wirklich ausmacht, präsentiert. Die Händler auf der anderen Seite, wer­den so auf eine gemeinsame Bühne gehoben.“ Der Neue Ennser zeigte sich begeistert und verbrachte den restlichen Tag damit, sich im Ennsportal umzusehen. Er hat nicht für möglich gehalten, was es dort alles zu entdecken gibt.

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