Der Neue Ennser hat ein Geheimnis, das nur sehr weni­ge Menschen kennen. Er singt heimlich unter der Dusche. Nun begegnete er Brigitte Gansch, die ihn zu sich nachhause einlud, um seine Stimme auf Vordermann zu bringen.

Eigentlich mag es der Neue Ennser schon nicht, vor Leuten zu sprechen – aber vor Leuten zu singen ist da noch einmal eine ganz andere Her­ausforderung, der sich der Neue Enn­ser nach langem Hin und Her nun doch stellt, da ihm Brigitte Gansch in einem nur kurzen Gespräch so viel Mut gemacht hat, dass er gar nicht anders kann, als es zumindest zu ver­suchen, wie er seine Ennserin wissen ließ. Natürlich unterstützte sie ihn in seinem Vorhaben von Anfang an.

Die eigene Stimme

Als der Neue Ennser dann vergange­ne Woche in der Mauthausnerstraße 7 an Gansch’s Wohnungstür klopf­te, wurde er sogleich in die warme Stube gebeten – kein Wunder, auch draußen hat es um die 30 Grad – um sich von Brigitte in die Welt der Töne und vor allem in die Welt der eigenen Stimme entführen zu lassen. Denn genau das sieht sie als ihre Aufgabe: die Freude an der eigenen Stimme zu wecken.

„Jeder kann singen, man darf nur nicht versuchen, so zu singen, wie irgendjemand anderer singt. Wichtig ist nur, die eigene Tonlage zu finden und dabei richtig zu atmen“, erklärt Gansch, während sie sich mit dem Neuen Ennser auf die bevorstehen­den Übungen vorbereitete. Als aus­gebildete Atemtherapeutin weiß sie da natürlich ganz genau Bescheid. Und siehe da: schon nach wenigen Minuten war der Neue Ennser von seiner Stimmgewalt, die ihm schon seit jeher innewohnt, selbst über­rascht, worauf er nach der ersten Einheit munter nachhause spazierte und seiner Ennserin sofort ein Ständ­chen zum Besten gab, die aus dem Applaudieren gar nicht mehr her­auskam.

Dass sich Brigitte Gansch voll und ganz der Musik verschrieben hat, bekundet unter anderem ihr CD-Projekt, das kurz vor der Veröffent­lichung steht. Die Texte stammen aus Gansch’s beiden Büchern, die sie bereits herausgebracht hat und beschäftigen sich mit Themen, die uns alle betreffen. Man darf also ge­spannt sein, schon im Juli geht es ins Studio.

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