Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Monat: Dezember 2018

Den Samstag am Ennser Adventmarkt verbracht

Immer wenn Weihnachten naht, verwandelt sich der Kleine Ennser in das artigste Kind, das man sich nur vorstellen kann. Ver­gangenen Samstag zeigte er sich auch am Adventmarkt von seiner besten Seite.

Schon lange freute sich der Kleine Ennser auf den Adventmarkt im Schloss Ennsegg, weshalb er schon ganz früh am Morgen aufstand und Frühstück für seine Eltern zuberei­tete, damit erst gar nicht zu viel Zeit verloren geht, wie er erklärte. Als Mama Ennser dann endlich ihre Augen öffnete, fiel sie vor Schreck beinahe aus dem Bett, weil der Kleine Ennser zehn Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt darauf war­tete, bis sie eben endlich ihre Augen aufmachte. „Mutter, du bist endlich wach“, flüsterte er, „darf ich dir das Frühstück zu Bette tragen?“. Ohne die Antwort abzuwarten verschwand er in der Küche. Noch gar nicht wirk­lich registrierend, was der Kleine Ennser da soeben gesagt hatte, mar­schierte er schon wieder zurück ins Schlafzimmer; in der Hand ein riesi­ges Tablett mit Gebäck, Käse, Wurst, Aufstrichen und allem, was zu einer ausgewogenen Mahlzeit dazugehört. Mama Ennser verschlug es kurzzei­tig die Sprache.

Am Adventmarkt

Selbst als die Familie Ennser wenig später beim Adventmarkt eintraf, blieb er stets an der Seite seiner El­tern und wartete geduldig darauf, bis sie die vielen bekannten Gesich­ter begrüßt hatten. „Darf ich bitte ein Bratwürstel haben, geliebte Mama“, fragte er schließlich, woraufhin ihn der Neue Ennser mit großen Augen ansah. „Hast du irgendwas angestellt, oder was ist los mit dir?“ Der Klei­ne Ennser zuckte nur mit den Ach­seln. „Ich weiß nicht was du meinst“, antwortete er, „ich bin einfach ich. Magst du auch ein Bratwürstel? Ich kann es gleich für uns holen gehen.“ Mama Ennser hingegen wusste genau was gespielt wird und klär­te den Neuen Ennser auf, der dem Kleinen so viel Kreativität gar nicht zugetraut hätte. Wie auch immer – der Adventmarktbesuch entwickelte sich als überaus angenehm, weshalb sie beinahe den ganzen Tag dort verbrachten, Punsch und Glühwein tranken, alle möglichen Schman­kerl verköstigten und sich von den vielen Ausstellern inspirieren ließen. Selbstverständlich wurde gleich das eine oder andere Weihnachtsge­schenk mitgenommen.

Foto: Wolfgang Simlinger

Foto: Wolfgang Simlinger

 

Der Kleine Ennser will Feuerwehrmann werden

Vergangenen Samstag be­suchten der Kleine und der Neue Ennser das Adventschwimmen der Freiwilligen Feuerwehr Enns. Dann wurde ihm eine besondere Ehre zuteil.

Bei frostigen Temperaturen mach­ten die hartgesottenen Feuerwehrler etwas, das der Neue Ennser niemals freiwillig tun würde: nämlich nur mit einem Taucheranzug bekleidet, in die eisige Enns zu steigen, um einige Runden um einen dort plat­zierten Christbaum zu schwimmen. Eine Tradition, die in Enns und Ennsdorf schon seit vielen Jahren gelebt wird. „Du bist ja auch ein Warmduscher“, kommentierte der Kleine die offensichtliche Angst vor Kälte des Neuen Ennsers, der ihm daraufhin erklärte, dass die Feuerwehr extra in solchen Dingen ausgebildet sei und deshalb kein Problem hätte, in das kalte Was­ser zu steigen. Der Kleine Ennser schüttelte daraufhin nur den Kopf. „Du brauchst mir nichts über die Freiwillige Feuerwehr erzählen“, sagte er, „da bin ich bestens infor­miert.“ Der Neue Ennser machte große Augen.

Sonderführung

Regelmäßig werde die Ennser Feuerwehr nämlich in die Volks­schule eingeladen, um die Kinder in Sachen Brandschutz zu schulen, wobei der Kleine Ennser beiläufig erwähnte, dass er wohl vergessen hätte, Bescheid zu sagen, weil die Eltern eigentlich eine Einverständ­niserklärung unterschreiben hätten müssen. Aber das habe der Kleine Ennser selbst erledigt, wie er stolz verlautbarte, woraufhin er eine hef­tige Rüge des Neuen Ennser kas­sierte. Nichtsdestotrotz spazierte er einige Tage später mit dem Kleinen zum Feuerwehrhaus, wo die beiden eine Sonderführung erhielten, weil der Neue Ennser dort jemanden kennt.

Große Begeisterung

Der Kleine Ennser kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als Anita Stummer, eine der erfahrens­ten Feuerwehrfrauen in Enns, ihn durch die Räumlichkeiten führte, wobei es ihm vor allem die Ein­satzfahrzeuge angetan hatten. Aber auch die moderne Einsatzzentrale ließen ihn zu dem Schluss kommen, selbst Feuerwehrmann zu werden, wenn er einmal groß ist.

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