Der neue Ennser

eine fiktive Figur

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 8)

EnnsWerk

Als der Neue Ennser ver­gangene Woche an der alten Reithalle vorbeispazierte, machte er eine sonderbare Entdeckung. Offenbar eröffnet dort bald ein neues Lokal: Das EnnsWerk!

Normalerweise hält sich der Neue Ennser ausnahmslos an alle Geset­ze und Vorschreibungen, um nur ja nicht in polizeiliche Ermittlungen hineingezogen zu werden. In diesem Fall war die Neugierde aber zu groß, als er die vielen fleißigen Arbeiter beobachtete, die quasi vis-à-vis der Polizeiinspektion Enns in der ehe­maligen Reithalle herumschwirrten und die alten Räumlichkeiten auf Vordermann brachten. Um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen, eilte er nachhause und streifte sich Blaumann und Arbeitsschuhe über, ehe er sich unter die Arbeitergesell­schaft mischte und sich einen ersten Eindruck verschaffte. Nach einigen Minuten wurde er von einem jun­gen Mann angesprochen. „And­reas Huber“, sagte er und reichte dem Neuen Ennser die Hand, dann führte er ihn durch die historischen Gemäuer und versorgte ihn sogleich mit allerlei Informationen, in der Annahme, er sei ein neuer Arbeiter.

Eröffnung und Besichtigung

Zu allererst: beim EnnsWerk han­delt es sich um ein neues Lokal in der Forstbergstraße 3-5, mit einer einmaligen Atmosphäre, wo Men­schen ihre Akkus aufladen, hoch­wertig essen und feiern können. Es soll bereits am 22. Februar ab 11.30 Uhr eröffnet werden, wie Robert Bremmer von der Nach(t)lebengrup­pe, der es sich nicht nehmen lassen wollte, den Neuen Ennser kennen­zulernen, erzählt. Kulinarisch bietet das „EnnsWerk“ unter der Leitung von Küchenchef Mario Riegler zarte Steaks in verschiedenen Va­riationen, eine große Auswahl an Burger, knackigen Salatkreationen, typische Wirtshausklassiker, bis hin zu regional bekannten Schmankerl wie die „Födinger’s Deep Dish Pizza“ (nach originaler Rezeptur), den „Old Time Klassiker“-Wikin­ger Toast und viele weitere saiso­nale Highlights. Schon da läuft dem Neuen Ennser das Wasser im Munde zusammen. Interessant für alle Ennser: am 1. Februar lädt das EnnsWerk-Team ab 17 Uhr zur Bau­stellenbegehung ein. Parkplätze sind zahlreich vorhanden (Hinterseite bei Billa und Bipa).

Robert Bremmer, Andreas Huber, Stefanie Müller und Alex Kristaly (v. l.) Foto: hitspot.at

Robert Bremmer, Andreas Huber, Stefanie Müller und Alex Kristaly (v. l.) Foto: hitspot.at

Den Samstag am Ennser Adventmarkt verbracht

Immer wenn Weihnachten naht, verwandelt sich der Kleine Ennser in das artigste Kind, das man sich nur vorstellen kann. Ver­gangenen Samstag zeigte er sich auch am Adventmarkt von seiner besten Seite.

Schon lange freute sich der Kleine Ennser auf den Adventmarkt im Schloss Ennsegg, weshalb er schon ganz früh am Morgen aufstand und Frühstück für seine Eltern zuberei­tete, damit erst gar nicht zu viel Zeit verloren geht, wie er erklärte. Als Mama Ennser dann endlich ihre Augen öffnete, fiel sie vor Schreck beinahe aus dem Bett, weil der Kleine Ennser zehn Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt darauf war­tete, bis sie eben endlich ihre Augen aufmachte. „Mutter, du bist endlich wach“, flüsterte er, „darf ich dir das Frühstück zu Bette tragen?“. Ohne die Antwort abzuwarten verschwand er in der Küche. Noch gar nicht wirk­lich registrierend, was der Kleine Ennser da soeben gesagt hatte, mar­schierte er schon wieder zurück ins Schlafzimmer; in der Hand ein riesi­ges Tablett mit Gebäck, Käse, Wurst, Aufstrichen und allem, was zu einer ausgewogenen Mahlzeit dazugehört. Mama Ennser verschlug es kurzzei­tig die Sprache.

Am Adventmarkt

Selbst als die Familie Ennser wenig später beim Adventmarkt eintraf, blieb er stets an der Seite seiner El­tern und wartete geduldig darauf, bis sie die vielen bekannten Gesich­ter begrüßt hatten. „Darf ich bitte ein Bratwürstel haben, geliebte Mama“, fragte er schließlich, woraufhin ihn der Neue Ennser mit großen Augen ansah. „Hast du irgendwas angestellt, oder was ist los mit dir?“ Der Klei­ne Ennser zuckte nur mit den Ach­seln. „Ich weiß nicht was du meinst“, antwortete er, „ich bin einfach ich. Magst du auch ein Bratwürstel? Ich kann es gleich für uns holen gehen.“ Mama Ennser hingegen wusste genau was gespielt wird und klär­te den Neuen Ennser auf, der dem Kleinen so viel Kreativität gar nicht zugetraut hätte. Wie auch immer – der Adventmarktbesuch entwickelte sich als überaus angenehm, weshalb sie beinahe den ganzen Tag dort verbrachten, Punsch und Glühwein tranken, alle möglichen Schman­kerl verköstigten und sich von den vielen Ausstellern inspirieren ließen. Selbstverständlich wurde gleich das eine oder andere Weihnachtsge­schenk mitgenommen.

Foto: Wolfgang Simlinger

Foto: Wolfgang Simlinger

 

Der Kleine Ennser will Feuerwehrmann werden

Vergangenen Samstag be­suchten der Kleine und der Neue Ennser das Adventschwimmen der Freiwilligen Feuerwehr Enns. Dann wurde ihm eine besondere Ehre zuteil.

Bei frostigen Temperaturen mach­ten die hartgesottenen Feuerwehrler etwas, das der Neue Ennser niemals freiwillig tun würde: nämlich nur mit einem Taucheranzug bekleidet, in die eisige Enns zu steigen, um einige Runden um einen dort plat­zierten Christbaum zu schwimmen. Eine Tradition, die in Enns und Ennsdorf schon seit vielen Jahren gelebt wird. „Du bist ja auch ein Warmduscher“, kommentierte der Kleine die offensichtliche Angst vor Kälte des Neuen Ennsers, der ihm daraufhin erklärte, dass die Feuerwehr extra in solchen Dingen ausgebildet sei und deshalb kein Problem hätte, in das kalte Was­ser zu steigen. Der Kleine Ennser schüttelte daraufhin nur den Kopf. „Du brauchst mir nichts über die Freiwillige Feuerwehr erzählen“, sagte er, „da bin ich bestens infor­miert.“ Der Neue Ennser machte große Augen.

Sonderführung

Regelmäßig werde die Ennser Feuerwehr nämlich in die Volks­schule eingeladen, um die Kinder in Sachen Brandschutz zu schulen, wobei der Kleine Ennser beiläufig erwähnte, dass er wohl vergessen hätte, Bescheid zu sagen, weil die Eltern eigentlich eine Einverständ­niserklärung unterschreiben hätten müssen. Aber das habe der Kleine Ennser selbst erledigt, wie er stolz verlautbarte, woraufhin er eine hef­tige Rüge des Neuen Ennser kas­sierte. Nichtsdestotrotz spazierte er einige Tage später mit dem Kleinen zum Feuerwehrhaus, wo die beiden eine Sonderführung erhielten, weil der Neue Ennser dort jemanden kennt.

Große Begeisterung

Der Kleine Ennser kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als Anita Stummer, eine der erfahrens­ten Feuerwehrfrauen in Enns, ihn durch die Räumlichkeiten führte, wobei es ihm vor allem die Ein­satzfahrzeuge angetan hatten. Aber auch die moderne Einsatzzentrale ließen ihn zu dem Schluss kommen, selbst Feuerwehrmann zu werden, wenn er einmal groß ist.

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Der Kleine Ennser will Frühstück am Nachmittag

Manchmal hat der Kleine Ennser doch etwas ausgefallene Wünsche. Vergangene Woche zum Beispiel nötigte er seine Mama dazu, mit ihm in ein Kaf­feehaus frühstücken zu gehen, und zwar am späten Nachmittag.

Wie er sich das denn vorstelle, frag­te ihn die Ennserin kopfschüttelnd und woher er denn immer diese aus­gefallenen Ideen hat wollte sie auch gleich wissen: „Frühstücken, wie das Wort an sich schon beschreibt“, sagt sie, „tut man in der Früh und nicht am Nachmittag. Und nur weil du ein Marmeladensemmerl haben willst, wird kein Kaffeehaus extra für dich wieder das Frühstücks­geschirr aus den Kästen holen. Außerdem kannst du das zuhause auch haben.“ Als der Kleine Enn­ser das hörte, wurde er fast zornig. „Erstens“, argumentierte er, „gibt es sehr wohl ein Kaffeehaus, in dem es auch am Nachmittag Frühstück gibt und zweitens, will ich kein Marme­ladensemmerl sondern Schinken, Käse und Obst. Und zwar auf einem Etagere!“ „Auf einem was?“, frag­te die Ennserin sicherheitshalber noch einmal nach und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „E-T-A-G-E-R-E“, buchstabierte der Kleine Ennser kopfschüttelnd und ob der Unwissenheit seiner Mama etwas irritiert. „Beim Café am Platz gibt’s das. Was weißt du überhaupt? Da kannst du übrigens auch deinen geliebten Madame-Wu-Tee haben; den gibt es dort nämlich auch.“ Und siehe da: mit dem letzten Satz hat er seine Mama nun doch überzeugt. Neugierig marschierte sie mit dem Kleinen Ennser auf den Hauptplatz, um sich vom Wahrheitsgehalt ihres Sprösslings zu überzeugen. Umso überraschter war sie, als sie sich eingestehen musste, dass jedes ein­zelne Wort stimmte. „Das ist ein typisches Alt-Wiener-Kaffeehaus mitten in Enns“, sagte sie beim Be­treten und bestellte sich sogleich einen ihrer geliebten Madame Wu-Tees, was der Kleine Ennser mit einem fröhlichen Augenzwinkern kommentierte.

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Der Kleine Ennser wurde für die Schule eingekleidet

Weil es dem Kleinen Enn­ser nicht egal ist, wie er daher­kommt, drängte er seine Mama dazu, ihm neues Gewand zu kau­fen. Und das tat sie dann auch.

„Aus Liebe gemacht und mit Liebe verpackt! Für unsere Schätze, wol­len wir nur das Beste! Gerne nehme ich Ihre persönlichen Wünsche ent­gegen und zaubere Ihr Unikat“ – als die Ennserin das auf der Home­page von sunique (www.sunique.design) gelesen hatte, wusste sie genau, wo sie ihrem Sprössling ein neues Outfit verpassen wollte. Gleich am nächsten Tag spazier­te sie mit dem Kleinen Ennser zu sunique in die Bräuergasse 11, wo der Kleine ob der vielen verschie­denen Motive auf den Stoffen ganz aus dem Häuschen war. Ob Hauben und Beanies, Loops und Dreiecks­tücher, Kurzarm-, Langarm-Shirts und Hoodies, kurze und lange Hosen, Röcke und Kleider, Jacken oder Gymbag’s – kaum etwas ist nicht in Nina Stangl’s Geschäft zu finden, und das Beste: alles wurde in Handarbeit hergestellt, was vor allem die Ennserin faszinierte. Den Kleinen Ennser hingegen fas­zinierten vor allem die Hoodies, von denen er am liebsten sieben verschiedene gehabt hätte; einen für jeden Wochentag. Seine Mama allerdings war dagegen und kauf­te stattdessen Hosen, Shirts und, weil der Kleine ansonsten hyste­risch zu Boden gefallen wäre, zwei Hoodies. Und weil die Ennserin schon immer einen von diesen coolen Rucksäcken haben wollte, nutzte sie die Gelegenheit und gab einen davon – und zwar genau nach ihren Vorstellungen – in Auftrag. „Ich wollte immer schon mal was haben, was sonst keiner hat“, sagte sie vergnügt und freute sich über die neuen Errungenschaften. Den Rücksack könne sie dann in einer Woche abholen.

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Den Kleinen Ennser hat das Mini-Golf-Fieber gepackt

Vergangene Woche machte der Kleine Ennser eine besondere Entdeckung. Als er mit dem Neuen Ennser bei einem Spaziergang dem Bleicherbach folgte, entdeckte er eine Minigolfanlage hinter dem Sportplatz des Ennser Sportklubs.

Kaum im Augenwinkel erspäht, packte er den Neuen Ennser an der Hand und schleifte ihn energisch in Richtung Minigolfplatz, um ein paar Kugeln zu versenken, wie es der Kleine Ennser formulierte. Und da die letzte Minigolf-Partie auch beim Neuen Ennser schon eine Weile her ist, hatte der auch gar nichts dagegen. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Kleine Ennser das erste Mal in Rückstand geriet; die Farbe sei­nes Gesichtes änderte sich schlagar­tig. „Die depperte Bahn ist schief!“, brüllte er, nachdem er das Loch aus relativ kurzer Distanz zum zweiten Mal verfehlte. „Hol sofort deine Wasserwaage aus dem Auto!“, wies er den Neuen Ennser an, der sich ob des Kleinen Ennsers Wutausbruch recht amüsiert zeigte. „Erstens“, sagte er, „ist die Bahn nicht schief. Und selbst wenn sie schief wäre, herrschen für dich dieselben Bedin­gungen wie für mich. Also Ruhe jetzt und weiterspielen.“

Stadtmeisterschaften

Der Klei­ne Ennser schnaubte wie ein Pferd, legte auf der achten Bahn den Ball auf den dafür vorgesehenen Stift, vi­sierte das Ding an und schwang sein Eisen so kraftvoll, dass der Ball in hohem Bogen über das Minigolf-Ge­lände sauste und irgendwo im Feld liegen blieb. „Gut gemacht“, sagte der Neue Ennser, „jetzt kannst du einen neuen Ball kaufen.“ Der Klei­ne Ennser ließ sich daraufhin theat­ralisch zu Boden fallen und weigerte sich, den Ball aus dem Feld zu holen, gab schlussendlich aber nach, weil er den Neuen Ennser doch noch besie­gen wollte. Und siehe da: es gelang ihm sogar. Allerdings nur, weil der Neue Ennser absichtlich den einen oder anderen Schlag versemmelte. „Wenn du noch brav trainierst“, sagte der Neue Ennser schließlich, „kannst du am 15. August bei der Ennser Minigolf Hobby-Stadtmeisterschaft mitmachen. Gestartet wird zwischen 9.30 Uhr und 11 Uhr, das Startgeld beträgt 15 Euro.“ Schon jetzt kann es der Kleine Ennser gar nicht mehr erwarten. Unter der E-Mail-Adresse minigolfenns@gmail.com meldete er sich mit seinen Freunden bei der Stadtmeisterschaft an.

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Der Neue Ennser speiste im Schäferhof exzellent

Weil Essen des Neuen Ennsers Lieblings-Freizeitbe­schäftigung ist, probierte er ver­gangene Woche ein Lokal aus, in dem er bisher noch nicht gewesen ist. Und er zeigte sich hellauf be­geistert.

Wenn es ums Essen geht, dann kann dem Neuen Ennser so schnell keiner was vormachen. Seine Lieblingsge­richte: Bodenständige Hausmanns­kost, und da war er im Schäferhof genau richtig.

Aus der Karte

Schon als er die Speisekarte be­gutachtete, lief ihm das Wasser im Munde zusammen: Bauern­schmaus, hausgemachte Haschee­knödel und siehe da – ein Fiaker­gulasch hatte Harald Limberger als Geheimtipp zusätzlich parat, das der Neue Ennser prompt bestellte und beinahe vom Sessel fiel, als er sich den ersten Bissen genehmigte. „Das ist ja, also das ist ja…“, stammelte er, ehe er den zweiten Bissen in seinem Mund zergehen ließ. „Einfach nur traumhaft“, sprach der Neue Enn­ser, der Küche das wohl größte Kompliment aus und ließ sich von Limberger über das Lokal informie­ren: „Nach anfänglich eher schwe­rem Start – natürlich auch wegen der dreijährigen Schließzeit, jedoch dank des Cateringbereichs kompen­sierbar – wird der Schäferhof mitt­lerweile sehr gut angenommen und besucht“, erzählt der Inhaber.

Catering

Der Cateringbereich, so Limber­ger weiter, verfüge über einen fixen Kundenstock, was den Neuen Enn­ser nicht wundert, nachdem er so­gleich eine zweite Hauptspeise be­stellte, obwohl er eigentlich keinen Bissen mehr hinunterbekam. So wird täglich für das Julius-Raab-Heim, die Firma Eisenbeiss GmbH, das Land OÖ und eine doch be­trächtliche Anzahl an Banken, Fir­men, Institutionen der katholischen Kirche, wie auch Privatpersonen ge­kocht. „Können Sie mir das Essen auch zu mir nachhause liefern?“, fragte der Neue Ennser mit einem Augenzwinkern, ohne dabei die Kochkünste seiner Ennserin zu ver­schmähen. Daraufhin gab Limber­ger bekannt, dass er auch schon ab einer Person Caterings organisiert. „Der Kunde ist immerhin König im Hause Schäferhof.“

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Der Neue Ennser ist im Spielfieber, der Kleine auch

Da wird der Neue Ennser ganz schnell wieder zum Kind – in der Linzerstraße hat ein neues Spielwarengeschäft eröffnet, das den Neuen Ennser als großer Star-Wars-Fan einmal gefesselt und seitdem nicht wieder losgelassen hat.

Es war reiner Zufall: Bei einem ge­mütlichen Samstagsvormittagsspa­ziergang sprang dem Neuen Ennser in der Linzerstraße 15 plötzlich der leibhaftige „Iron Man“ ins Auge, der die Passanten durch das Schau­fenster zu beobachten schien. Bei genauerem Hinsehen erkannte er allerdings, dass es sich hierbei nur um eine Figur, nicht aber um den echten Iron Man handelte, von dem der Kleine Ennser überzeugt ist, er würde tatsächlich existieren. „Das ist doch der echte!“, brüllte der Kleine Ennser wie von Sinnen und sprang aufgebracht am Gehsteig umher. „Das ist eine Kartonfigur“, entgeg­nete der Neue Ennser, „den echten gibt es nicht. Das ist ein Comic.“ Der Kleine Ennser glaubte ihm kein Wort und schüttelte ungläubig den Kopf. Allerdings hatte seine Mama dann die bahnbrechendste aller Ideen: „Wieso geht ihr nicht einfach hinein?“

Spielsachen und Schreibwaren

Gesagt, getan. Kaum haben die drei den „paperstore“ betreten, erspähte der Neue Ennser im hinteren Teil des Geschäfts eine Sammlung von Star- Wars-Figuren, Büsten, Lichtschwer­tern und vielem mehr, wodurch sein Atem etwas ins Stocken geriet. Seine Ennserin blieb währenddessen im vorderen Teil und ließ es sich nicht entgehen, dem Kleinen Ennser gleich ein paar Schulsachen zu kaufen, denn Schreibwaren werden im paperstore auch angeboten. Den Kleinen Enn­ser interessierte das herzlich wenig und ließ sich vom Besitzer Christi­an Hummler in das Untergeschoss führen, wo in Zukunft vielleicht ein Spieleraum für Kinder entste­hen wird. Oder eben etwas anderes, Platz ist auf jeden Fall ausreichend vorhanden. Ein besonderer Service: Unter dem Motto: „Fahr nicht fort – kauf im Ort“ können die Kunden bereits in den Ferien eine Schulliste abgeben. Wenn die Schulsachen ab­holbereit sind, wird man per Telefon oder E-Mail verständigt.

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Der Neuer Ennser hat seine Singstimme gefunden

Der Neue Ennser hat ein Geheimnis, das nur sehr weni­ge Menschen kennen. Er singt heimlich unter der Dusche. Nun begegnete er Brigitte Gansch, die ihn zu sich nachhause einlud, um seine Stimme auf Vordermann zu bringen.

Eigentlich mag es der Neue Ennser schon nicht, vor Leuten zu sprechen – aber vor Leuten zu singen ist da noch einmal eine ganz andere Her­ausforderung, der sich der Neue Enn­ser nach langem Hin und Her nun doch stellt, da ihm Brigitte Gansch in einem nur kurzen Gespräch so viel Mut gemacht hat, dass er gar nicht anders kann, als es zumindest zu ver­suchen, wie er seine Ennserin wissen ließ. Natürlich unterstützte sie ihn in seinem Vorhaben von Anfang an.

Die eigene Stimme

Als der Neue Ennser dann vergange­ne Woche in der Mauthausnerstraße 7 an Gansch’s Wohnungstür klopf­te, wurde er sogleich in die warme Stube gebeten – kein Wunder, auch draußen hat es um die 30 Grad – um sich von Brigitte in die Welt der Töne und vor allem in die Welt der eigenen Stimme entführen zu lassen. Denn genau das sieht sie als ihre Aufgabe: die Freude an der eigenen Stimme zu wecken.

„Jeder kann singen, man darf nur nicht versuchen, so zu singen, wie irgendjemand anderer singt. Wichtig ist nur, die eigene Tonlage zu finden und dabei richtig zu atmen“, erklärt Gansch, während sie sich mit dem Neuen Ennser auf die bevorstehen­den Übungen vorbereitete. Als aus­gebildete Atemtherapeutin weiß sie da natürlich ganz genau Bescheid. Und siehe da: schon nach wenigen Minuten war der Neue Ennser von seiner Stimmgewalt, die ihm schon seit jeher innewohnt, selbst über­rascht, worauf er nach der ersten Einheit munter nachhause spazierte und seiner Ennserin sofort ein Ständ­chen zum Besten gab, die aus dem Applaudieren gar nicht mehr her­auskam.

Dass sich Brigitte Gansch voll und ganz der Musik verschrieben hat, bekundet unter anderem ihr CD-Projekt, das kurz vor der Veröffent­lichung steht. Die Texte stammen aus Gansch’s beiden Büchern, die sie bereits herausgebracht hat und beschäftigen sich mit Themen, die uns alle betreffen. Man darf also ge­spannt sein, schon im Juli geht es ins Studio.

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Der Kleine Ennser lässt seine Schuhe reparieren

Des Kleinen Ennsers Schuhwerk hat beim Herumtollen im Ennser Schlosspark den Geist aufgegeben. Zum Glück gibt es noch einen Schuster in Enns.

Der Kleine Ennser, außer sich vor Wut, weil sich ausgerechnet bei seinen Lieblingsschuhen die Sohle gelöst hat, lief schnaubend und mit glühend rotem Kopf in die Küche und schleuderte die „depperten Schlapfen“, wie er schrie, sodass es vermutlich auch noch die Nachbarn gehört haben, von weitem in den Mistkübel. Die lose Sohle klapperte noch einige Sekunden nach, was den Kleinen noch weiter erzürnte. „Jetzt reißt du dich aber zusammen!“, wies ihn seine Mama zurecht und holte die Schuhe wieder aus dem Mistkübel. „Man muss nicht alles gleich immer wegwerfen“, erklär­te sie und begutachtete die Sohle. Der Kleine Ennser verstand nicht ganz. „Ich zieh die Klapperschu­he sicher nicht mehr an“, raunzte er, „da lachen mich in der Schule alle anderen Kinder aus! Klap­per-Fritz werden sie mich rufen.“ Theatralisch ließ er sich zu Boden fallen und sah den Weltuntergang aufgrund seiner „Klapperschuhe“ schon nahen.

Als es seine Mama endlich ge­schafft hatte ihn zu beruhigen, ging sie mit dem Kleinen Ennser in die Bräuergasse 4a, wo Aydin Bas Schuhe, die andere wegwerfen, wie­der zusammenflickt. Danach sehen sie immer aus wie neu. Als der Klei­ne Ennser die Geräte erblickte, mit denen Aydin die kaputten Schuhe bearbeitet, war er sofort aus dem Häuschen. „Und ich wollte sie weg­werfen … so doof kann man ja nicht sein!“ „Heutzutage wird schnell alles Mögliche weggeworfen“, er­klärte ihm die Mama, obwohl man vieles noch reparieren könnte. Das verstand auch der Kleine Ennser und wird es sich in Zukunft zwei­mal überlegen, bevor er irgendetwas in den Mistkübel befördert.

Neben der Reparatur von Schuhen macht Aydin außerdem Schlüssel nach und kümmert sich um diverse Näharbeiten – er ist vor allem auf Leder spezialisiert. Außerdem spielt er mit dem Gedanken, zusätzlich die Reinigung von Autositzen an­zubieten. Der Kleine Ennser zeigte sich von der Idee begeistert.

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